Aus der Max-Planck-Forschung: Körpereigenes Doping fürs Gehirn

Welche Rolle spielt Epo im Gehirn?

Erythropoietin, kurz Epo, ist ein berüchtigtes Dopingmittel. Es fördert die Bildung von roten Blutkörperchen und steigert – wie man bislang glaubte – auf diese Weise die körperliche Leistungsfähigkeit. Der Wachstumsfaktor schützt und regeneriert aber auch Nervenzellen im Gehirn. Forscher vom Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin in Göttingen haben nun herausgefunden, wie Epo dort wirkt. Sie haben entdeckt, dass geistige Herausforderungen in den Nervenzellen des Gehirns einen leichten Sauerstoffmangel (von den Forschern „funktionelle Hypoxie“ genannt) auslösen. Dies regt die Produktion von Epo und seinen Rezeptoren in den aktiven Nervenzellen an. Dadurch werden aus benachbarten Vorläuferzellen neue Nervenzellen gebildet, und die Zellen verbinden sich effektiver untereinander.

Lesen Sie hier mehr über den Wirkungskreislauf von Epo in den Nervenzellen.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützte am Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin in Göttingen das Projekt GRAS – eine Sammlung und Auswertung von Daten schizophrener Patienten innerhalb der weltweit umfangreichsten phänotypischen Datenbank zur Erforschung von Schizophrenie und zur Entwicklung neuer Therapieansätze.

Bild: © MPI f. Psychiatrie