Aktuelles aus der Coronaforschung: „Der Selektionsdruck auf das Virus steigt“

Über die Evolution des Coronavirus

Seit Wochen häufen sich Berichte über neue Varianten des Coronavirus Sars-CoV-2. Lesen Sie hier über diese Entwicklung ein aufschlussreiches Interview mit Richard Neher, der am Biozentrum der Universität Basel die Evolution von Viren und Bakterien erforscht.

Richard Neher war von 2011 bis 2017 Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen .  Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützt(e) dort die Forschung von Ruth Ley und Susana Coelho.

© Biozentrum Basel/Annette Roulier

Aus der Max-Planck-Forschung: Hetze im Netz

…und wie man sie besser bekämpfen kann

Bedrohungen, Nötigungen, diskriminierende Äußerungen oder Beleidigungen – all das ist inzwischen Alltag im Internet, vor allem in den sozialen Netzwerken. Die Frage, wie sich die ausufernden Hasskommentare wieder eindämmen lassen, wird in der Öffentlichkeit vielfach diskutiert. Welche eindeutige Antwort Experimente am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn auf diese Frage ergeben haben, erfahren Sie hier.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützte am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn die Forschungsarbeit von Matthias Sutter.

© mattweis

Auszeichnung: Patrick Cramer erhält den Louis-Jeantet-Preis für Medizin 2021

Ehrung für herausragende Erfolge

Die Auszeichnung gehört zu den renommiertesten Europas und ist mit 500.000 Schweizer Franken dotiert. Die Schweizer Louis-Jeantet-Stiftung ehrt den Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen für seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Gentranskription. Mithilfe dieses Kopiervorgangs erstellen lebende Zellen Abschriften ihrer Gene, die dann als Bauanleitung für die Produktion von Proteinen dienen. Im Fokus von Patrick Cramers Forschung stehen die molekularen Maschinen, RNA-Polymerasen genannt, die diesen Prozess steuern – mehr dazu erfahren Sie hier.

Patrick Cramer ist nach Bert Sakmann, Peter Gruss (MPF-Stiftungsratsmitglied von 2006-2014) und Herbert Jäckle (Koordinator der von einem privaten Spender der MPF geförderten Initiative „People for People“ zur Integration von Geflüchteten) bereits der vierte Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, dem diese Ehre zuteilwurde.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützt am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen die Forschung von Stefan W. Hell.

© Irene Böttcher-Gajewski/Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie

Neuerscheinung: MaxPlanckForschung 04/2020

SO ODER ANDERS

In der Natur herrscht Vielfalt – ein Variantenreichtum, der uns erstaunt, fasziniert und manchmal auch verwirrt. Für die Wissenschaft ist Vielfalt von jeher eine Herausforderung, wie Sie im Fokus „SO ODER ANDERS“ u.a. von Daniel Haun vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und Ralf Bender vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching in der neuen Ausgabe der MaxPlanckForschung erfahren werden.

Außerdem zeigt der „Besuch bei“ Viola Priesemann, die kürzlich mit dem Communitas-Preis der Max-Planck-Gesellschaft ausgezeichnet wurde, wie sich das Leben der Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen seit Beginn der Corona-Epidemie in Deutschland verändert hat.

Das komplette Heft mit vielen weiteren spannenden Themen können Sie hier entdecken!

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützt(e) an den oben genannten Max-Planck-Instituten diverse Forschungsarbeiten wie z.B. aktuell die Forschung des Nobelpreisträgers Reinhard Genzel.

© MPG

Aus der aktuellen Coronaforschung: Warum Remdesivir das Coronavirus nicht vollständig ausschaltet

Neue Forschungsergebnisse erklären, weshalb das Medikament eher schwach wirkt

Remdesivir ist das erste Medikament gegen Covid-19, das unter Auflagen in Europa zugelassen wurde. Der Wirkstoff soll die rasante Vermehrung des SARS-CoV-2-Erregers in menschlichen Zellen unterdrücken, indem er die virale Kopiermaschine, die RNA-Polymerase, stoppt. Forschende vom Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie und der Universität Würzburg haben nun aufgeklärt, warum Remdesivir die virale Polymerase während des Kopierens stört, sie aber nicht vollständig hemmt.

Erfahren Sie hier mehr über die komplizierten Untersuchungen und die Wirkung von Remdesivir.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützt am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen aktuell ein Projekt zur Erforschung einer Bandbreite potentiell pandemischer Viren wie z.B. SARS-CoV-2. Außerdem unterstützte sie dort die Forschungsarbeit von Stefan W. Hell.

© Hauke Hillen, Goran Kokic und Patrick Cramer / Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie

Aus der Max-Planck-Forschung: Nanopartikel für die Parkinsontherapie

Wie sich Nervenzellen im Gehirn über Nanoelektroden drahtlos stimulieren lassen

Die Behandlung der Parkinson-Krankheit könnte künftig in eine neue Dimension vorstoßen. Ein Team um Forschende des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme in Stuttgart hat in Mäusen gezeigt, dass sich Nervenzellen im Gehirn über Nanoelektroden drahtlos stimulieren lassen. Bislang implantieren Ärztinnen und Ärzte Parkinsonpatienten zentimeterlange Elektroden für die tiefe Hirnstimulation. Das ist mit einer größeren neurochirurgischen Operation verbunden. Die Nanopartikel, die das Stuttgarter Team nun als Elektroden getestet hat, ließen sich dagegen bei einem vergleichsweise kleinen Eingriff in die entsprechenden Hirnregionen injizieren. Vor ersten klinischen Studien zu der neuen Behandlungsmethode müssen zwar noch Fragen zur Verträglichkeit und Langzeitstabilität der Partikel geklärt werden. Metin Sitti, Direktor der Abteilung für Physische Intelligenz am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, verspricht sich jedoch viel von der Forschung.

Lesen Sie hier mehr zu der Studie.

Am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Stuttgart wurde/wird die Forschung von Metin Sitti, Katherine Kuchenbecker und Christoph Keplinger von der Max-Planck-Förderstiftung unterstützt.

© mrks_v/Adobe Stock

Aus der Max-Planck-Forschung: Neuer Wirkstoff hemmt das Wachstum von Krebszellen

Wie die Hemmung der Genaktivität in Mitochondrien das Wachstum von Krebszellen stoppt

Ein neu entwickelter Wirkstoff hungert Krebszellen aus, indem er das Ablesen der genetischen Information der Mitochondrien verhindert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Biologie des Alterns in Köln, des Stockholmer Karolinska Instituts und der Universität Göteborg berichten in einer Studie, dass die chemische Verbindung auch Potential für die Krebstherapie bei Menschen haben könnte.

Wie es dem Forscherteam gelungen ist, ein potenzielles Krebsmedikament zu entwickeln, das auf die Funktion der Mitochondrien abzielt, ohne schwere Nebenwirkungen zu verursachen und ohne gesunde Zellen zu schädigen, erfahren Sie hier.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützte am Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns in Köln neben Adam Antebi und Linda Partridge auch die Forschungsarbeit von Nils-Göran Larsson, der oben genannte Studie leitet. Außerdem wurde dort die „Paul Gerson Unna Forschungsgruppe“ zur Haut- und Zellforschung unter der Leitung von Sara Wickström von privaten Förderern der Max-Planck-Förderstiftung unterstützt. Auch das Lead Discovery Center in Dortmund, das in die Studie involviert ist, wird seit Beginn an von privaten MPF-Spendern gefördert.

© Hauke S. Hillen

Aktuelles aus dem Max-Planck-Institut für Chemie: So lässt sich das Corona-Ansteckungsrisiko verringern

Gesund ins neue Jahr!

Zur effektiven Bewältigung der Pandemie hat ein Forschungsteam am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz diese beiden konkreten und hilfreichen Tools entwickelt, um das Ansteckungsrisiko zu verringern:

Mit dem Covid-Risiko-Kalkulator lässt sich das statistische Risiko für unterschiedliche Situationen simulieren. Dieses Berechnungsmodell zur Ansteckungsgefahr wurde in einer anschaulichen Online-Version in der ZEIT veröffentlicht: für eine schnelle Verbreitung zur Nutzung der Forschungsergebnisse bei persönlichen bis hin zu politischen Entscheidungen.

Mit einer Abluftanlage für Klassenzimmer lässt sich eine deutliche Aerosol-Reduktion erreichen. Sogar effektiver als bei herkömmlichen Lüftungssystemen, da die aerosol-belastete Luft nicht in Bodennähe, sondern sofort nach oben abgesaugt wird. Dieses behelfsmäßige Lüftungssystem lässt sich relativ einfach und kostengünstig bauen. Die entsprechende Do-it-yourself -Bauanleitung ist ein praktischer Beitrag aus der Spitzenwissenschaft zur Senkung der Infektionsrisiken in Klassenzimmern:  für eine schnelle Wiedereröffnung der Schulen.

Möchten Sie mehr wissen? Sprechen Sie uns für aktuelle und genauere Infos gerne an!

© Tumisu/Pixabay

Podcast: „Das macht Depressionen viel greifbarer“

Diagnose über die Pupille?

Eine Depression sieht man einem Menschen nicht an. Oder? Eine Studie zeigt, dass die Pupillen depressiver Menschen anders aussehen als die von gesunden Menschen. Ein spannendes Gespräch dazu mit Victor Spoormaker vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München können Sie in diesem Podcast verfolgen.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützt am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München eine Forschungszusammenarbeit mit dem Weizmann Institut in Israel unter seinem Präsidenten Alon Chen (früher Direktor am MPI für Psychiatrie). Eine Spenderin der MPF unterstützt aktuell eine Studie zu Depressionen bei Jugendlichen und Kindern.

© SofieZborilova/Pixabay

Aus der Max-Planck-Förderstiftung: Neue Besetzung der MPF-Gremien

Amtsantritt des neuen MPF-Vorstands

Ein neues Jahr bringt auch Veränderungen und Herausforderungen mit sich.  Seit dem 1. Januar 2021 haben wir einen neuen Vorstand, der uns mit seiner Expertise und großem Engagement tatkräftig zur Seite stehen wird und nun aus fünf Mitgliedern besteht:

Andrea von Drygalski, Horst Goß und Dietmar Scheiter sind bereits seit vielen Jahren Wegbegleiter der Max-Planck-Förderstiftung und ergänzen seit dem 1. Januar 2021 den Vorstand. Paul Lerbinger und Rüdiger Willems bleiben dem Vorstand erhalten.

Unser Mitstifter und bisheriges Vorstandsmitglied Reinhard Pöllath bleibt der MPF in seiner neuen Funktion als Stiftungsrat und Kurator verbunden.

Wir freuen uns auf unsere gemeinsame Reise und sind gespannt, was das neue Jahr für uns bereithält!

Einen Überblick unserer Gremien und unseres Teams finden Sie hier.

© MPG