Initiative MAXpreneurs: Start-ups braucht das Land

Stärkung der Gründungskultur an den Max-Planck-Instituten

Die Grundlagenforschung ist in Deutschland nach wie vor stark, wie zuletzt das erfolgreiche Einwerben von insgesamt 61 ERC Advanced Grants belegte und damit dem Land europaweit Platz 1 sicherte. Zwölf dieser Grants gingen an Max-Planck-ForscherInnen. Gleichzeitig ist Deutschland nicht in der Lage, diese PS auf die Straße zu bringen und in erfolgreiche Start-ups und Unternehmen umzuwandeln, wie Thomas Sattelberger, ehemaliger Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, in einem Autorenbeitrag in der WirtschaftsWoche konstatierte. Mit der Initiative MAXpreneurs möchte die Max-Planck-Gesellschaft gründungswillige WissenschaftlerInnen nun noch besser unterstützen und fördern. Ziel der Initiative ist es, Max-Planck-WissenschaftlerInnen für das Thema Unternehmertum als eine weitere Karriereoption zu motivieren und die Gründungskultur an den Instituten zu stärken. Dazu bedarf es unter anderem einer breit angelegten Entrepreneurship-Ausbildung und intensiven Unterstützung. Partner der MAXpreneurs-Initiative sind daher nicht nur die Planck Academy, sondern vor allem auch die Max-Planck-Innovation GmbH und die Max-Planck-Förderstiftung. Die Technologiescouts der MPF leisten dabei gezielte „detektivische“ Arbeit: Sie fahnden an den Instituten nach Projekten, die sich für eine Unternehmensgründung eignen. Werden die Scouts fündig, bewerten sie gemeinsam mit den WissenschaftlerInnen die Erfolgsaussichten einer Ausgründung, indem der Reifegrad hinsichtlich Technologie, Team und Geschäft sowie Markt auf den Prüfstand gestellt wird. Dazu müssen sie die Technologie und das Potenzial, das in ihr steckt, verstehen. Danach werden die Teams auf Wunsch begleitet und bis zur Gründung und darüber hinaus durch die MPF- und MI-Coaches begleitet.

Die MPF-Technologiescouts werden dankenswerterweise von einem privaten Spender der MPF finanziert.

Hier erfahren Sie mehr zur Initiative MAXpreneurs.

Zum Auftakt der 73. Jahresversammlung der Max-Planck-Gesellschaft wurde am 21.06.2022 der Max-Planck-Gründungspreis – ein Baustein im Rahmen der MAXpreneurs-Initiative – an Meshcapade verliehen. Das junge Team des Tübinger Start-ups freute sich über die von der MPG und dem Stifterverband gemeinsam verliehene Auszeichnung. Etwa 100 geladene Gäste verfolgten am Dienstagabend die festliche Preisverleihung und die angeregte Debatte zu Herausforderungen beim Techtransfer in Deutschland. Die Veranstaltung hat Unterstützer des Gründungsgedanken innerhalb der MPG und auch von außerhalb zusammengebracht. Von dem Event ging eine Aufbruchstimmung aus, von der zukünftige GründerInnen profitieren werden.

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