Geförderte Forscher und Projekte: Karsten Danzmann erhÀlt Körber-Preis

Der mit 750.000 Euro dotierte Körber-Preis fĂŒr die EuropĂ€ische Wissenschaft geht an Karsten Danzmann, Direktor am Max-Planck-Institut fĂŒr Gravitationsphysik in Hannover und Direktor des Instituts fĂŒr Gravitationsphysik der Leibniz UniversitĂ€t Hannover. Die Körber-Stiftung wĂŒrdigt damit Danzmanns zentrale Rolle bei der Entwicklung von Technologien, mit denen die Advanced-LIGO-Detektoren in den USA im September 2015 erstmals die Einstein‘schen Gravitationswellen nachgewiesen haben – das Ergebnis eines Jahrhunderts der Pionierarbeit von Forschern der Max-Planck-Gesellschaft. Der Preis wird am 7. September 2017 in Hamburg verliehen.
Die Arbeit von Professor Danzmann wird von der Max Planck Förderstiftung unterstĂŒtzt.

https://www.mpg.de/11317015/karsten-danzmann-koerber-preis
Bild: © Norbert Michalke

Geförderte Forscher und Projekte: Mehr DNA in Mitochondrien hilft gegen mÀnnliche Unfruchtbarkeit

Neun Prozent aller Paare weltweit sind unfreiwillig kinderlos, in etwa der HĂ€lfte der FĂ€lle ist dabei der Mann unfruchtbar. Diese Unfruchtbarkeit kann verschiedene GrĂŒnde haben, einer davon sind Mutationen in der mitochondrialen DNA. Mitochondrien sind Energiekraftwerke in der Zelle und haben ein eigenes Genom – die mitochondriale DNA (mtDNA). Wissenschaftler um Nils-Göran Larsson vom Max-Planck-Institut fĂŒr Biologie des Alterns in Köln konnten jetzt bei unfruchtbaren MĂ€usen die Hodenfunktion und SpermienqualitĂ€t verbessern, indem sie die Anzahl der DNA-MolekĂŒle in den Mitochondrien erhöhen.
Die Arbeit von Professor Larsson wird von der Max Planck Förderstiftung unterstĂŒtzt.

https://www.mpg.de/11421547/mitochondrien-dna-unfruchtbarkeit?filter_order=L&research_topic
Bild: © MPI f. Biologie des Alterns

Aus der Forschung: Zeitfenster fĂŒr das 1,5-Grad-Ziel schließt sich

Das Erdklima ist aus dem Gleichgewicht geraten: Weil sich in der AtmosphĂ€re immer mehr CO2 sammelt, erwĂ€rmt sich der Planet seit Beginn der Industrialisierung. Selbst ein sofortiger Stopp aller Emissionen wĂŒrde die globale ErwĂ€rmung aber nicht auf einen Schlag beenden. Das zeigt eine Studie von Thorsten Mauritsen, Leiter einer Forschungsgruppe am Hamburger Max-Planck-Institut fĂŒr Meteorologie, und seinem Kollegen Robert Pincus, Wissenschaftler der University of Colorado: Zur bisherigen ErwĂ€rmung von 0,8 Grad Celsius kĂ€men in diesem Fall alleine bis Ende des Jahrhunderts noch etwa 0,3 Grad Celsius hinzu.

https://www.mpg.de/11424012/klimawandel-erderwaermung-1-5-grad-ziel?filter_order=L&research_topic
Bild: © MPF

Aktuelle Veranstaltungen: Max-Planck-Forum Berlin

Ein GesprĂ€ch zu fĂŒhren gehört zum Alltag und erscheint nicht schwierig – zumindest in der eigenen Muttersprache. Doch die kognitiven Prozesse, die beim Zuhören, beim Verstehen und beim Sprechen ablaufen, gehören zu den komplexesten unseres Verhaltens. HĂ€ufige Sprecherwechsel in einem GesprĂ€ch fordern uns einiges ab, denn sie machen komplexe Vorhersage- und Planungsprozesse notwendig.
Wie das funktioniert, erklĂ€rt Antje Meyer, Direktorin am Max-Planck-Institut fĂŒr Psycholinguistik in Nijmegen, am Donnerstag, den 14.9.2017, in ihrem Vortrag „Ganz Ohr! Was passiert im Kopf, wenn wir miteinander sprechen?“ im Rahmen des Internationalen Literaturfestival Berlin 2017. Die Veranstaltung findet im Institut Français (KurfĂŒrstendamm 211) statt und beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

https://www.mpg.de/11416792/max-planck-forum-berlin-gespraeche-in-der-psycholinguistik
Bild: © MPF

Aktuelle Veranstaltungen: Tag der offenen TĂŒr am Radio-Observatorium Effelsber

Das Radio-Observatorium Effelsberg, die Außenstelle des Max-Planck-Instituts fĂŒr Radioastronomie (MPIfR), öffnet am Samstag, 9. September 2017 von 10:00 – 17:00 Uhr seine Pforten fĂŒr die Öffentlichkeit. Der „Tag der Offenen TĂŒr“ bietet eine hervorragende Gelegenheit, ganz nah an das große 100-m-Radioteleskop heranzukommen und vielleicht sogar die erste Teleskopplattform in 20 Metern Höhe betreten zu können.

http://www.mpifr-bonn.mpg.de/effelsberg/besucher/tdot2017
Bild: © Norbert Junkes/MPIfR

Ihre Förderung: Erfolgreich forschen bei Max Planck – auch mit Baby

Die Max Planck Förderstiftung hat eine halbe Million Euro fĂŒr ein Pilotprojekt bereitgestellt: Kleinstkinder-Betreuung fĂŒr wissenschaftlich arbeitende VĂ€ter und MĂŒtter. Wer Kinder zwischen drei Monaten und einem Jahr hat, kann seit Anfang Juli einen Zuschuss zu den monatlichen Ausgaben fĂŒr deren Betreuung beantragen. Gedacht ist die UnterstĂŒtzung vor allem fĂŒr Promovierende und Postdocs in den Max-Planck-Instituten. Das Pilotprojekt soll den Weg bahnen, damit solche Betreuungskosten kĂŒnftig aus öffentlichen Mitteln bezuschusst werden dĂŒrfen.

https://www.mpg.de/11393228/pilotprojekt-kleinstkinderbetreuung
Bild: © www.vsp-komm.de

Ihre Förderung: Internationale Nachwuchswissenschaftler und NobelpreistrÀger

Die Lindauer NobelpreistrÀgertagungen, seit 1951 in Lindau am Bodensee, bringen eine Woche lang NobelpreistrÀger und junge Wissenschaftler zusammen. Viele Deutsche NobelpreistrÀger kommen aus der Max-Planck-Gesellschaft, beispielsweise die von Ihnen geförderten Professor HÀnsch und Professor Hell. Im Anschluss an diese Woche lud die Max-Planck-Gesellschaft dieses Jahr erstmals 14 Nachwuchsforscher aus elf LÀndern zu einem Treffen mit Max-Planck-PrÀsident Martin Stratmann und in ein Max-Planck-Institut ihrer Wahl ein, wo sie unter anderem ihre eigene Arbeit vorstellten.

Die Max Planck Förderstiftung förderte die Veranstaltung: Insgesamt wurden rund EUR 15.000 zur Übernahme der Reisekosten der Wissenschaftler bereitgestellt.
Bild: © Max Planck Förderstiftung

Aus der Forschung: Schimpansen belohnen GefÀlligkeiten

FĂŒr uns Menschen ist es eine SelbstverstĂ€ndlichkeit: Wir belohnen andere als Zeichen unserer Dankbarkeit. Wissenschaftler der Max-Planck-Institute fĂŒr evolutionĂ€re Anthropologie und fĂŒr Mathematik in den Naturwissenschaften in Leipzig haben nun Ă€hnliche soziale Verhaltensweisen auch bei Schimpansen nachgewiesen. In einem Verhaltensexperiment belohnt ein Tier ein anderes mit Futter, wenn es ihm zuvor geholfen hat. Die Studie zeigt, warum Schimpansen dies tun, und bestĂ€tigt Ergebnisse aus der Spieltheorie.

Auch das Verhalten von Primaten in freier Wildbahn ist Gegenstand der Forschungsarbeit des Max-Planck-Instituts fĂŒr evolutionĂ€re Anthropologie: So betreiben die Forscher seit Anfang 2016 ein Bonobo-Forschungscamp im Kongo. Neben der Forschung unterstĂŒtzen die Wissenschaftler hier den Arten- und Naturschutz, indem sie die lokale Bevölkerung einbinden und Alternativen zu Wilderei und Waldrodung aufzeigen. Das Camp wird durch einen privaten Förderer der Max Planck Förderstiftung unterstĂŒtzt.

https://www.max-wissen.de/266484/news_publication_11360726?c=65105
Bild: © MPI fĂŒr evolutionĂ€re Anthropologie

Aus der Forschung: Die Wurzeln des Menschen

Die aktuelle Ausgabe der MaxPlanckForschung beschĂ€ftigt sich schwerpunktmĂ€ĂŸig mit einer der grundlegenden Fragen der Menschheit: „Wo kommen wir her?“ ArchĂ€ologen, Anthropologen und Genetiker finden immer neue Hinweise, woher die ersten Menschen stammten, wie sie sich weltweit ausbreiteten und wie sie gelebt haben. Forscher der Max-Planck-Institute fĂŒr Menschheitsgeschichte und fĂŒr evolutionĂ€re Anthropologie folgen den Spuren des Homo sapiens in die Zeit der Neandertaler, untersuchen den so wichtigen Übergang zur Landwirtschaft und fragen, wann die neue definierte Epoche des „AnthropozĂ€n“ begann.

Dies und vieles mehr finden Sie in der neuen MaxPlanckForschung.

Ein Projekt zur Entstehung des Menschen wird auch von der Max Planck Förderstiftung unterstĂŒtzt: Unter der Leitung von Prof. Dr. Svante PÀÀbo, Direktor am Max-Planck-Institut fĂŒr evolutionĂ€re Anthropologie, forschen Wissenschaftler zur Entwicklungsgeschichte von Mensch und Tier speziell in Asien.

https://www.mpg.de/10952090/MPF_2017_2
Bild: © Science Photo Library

Förderer treffen Forscher: unsere Veranstaltungen fĂŒr Sie

05.05.2017: GĂ€ste aus zwei Generationen kamen zur Veranstaltung „Die NĂ€chste Generation“ der Max Planck Förderstiftung in die Max-Planck-Institute fĂŒr Biochemie und Neurobiologie in Martinsried. Jugendliche und ihre Eltern oder Großeltern isolierten im MaxLab, dem Besucher- und SchĂŒlerlabor der Institute, ihre eigene Erbinformation und erfuhren dabei spannende Fakten ĂŒber die DNA. Prof. Petra Schwille, Leiterin der Abteilung ZellulĂ€re und Molekulare Biophysik und geschĂ€ftsfĂŒhrende Direktorin des Instituts, berichtete zudem ĂŒber ihre Arbeit rund um die Forschungsfrage „Ist Leben konstruierbar?“.
Rede als download (PDF)