Im Gespräch mit: Nobelpreisträger Theodor W. Hänsch

„Wenn es darum geht, Neues zu entdecken, kann man im Voraus meistens nicht genau sagen, was man denn entdecken wird.“ (Theodor W. Hänsch)

Wir haben den vielfach ausgezeichneten Wissenschaftler und Nobelpreisträger Theodor W. Hänsch interviewt, der nur durch die Unterstützung privater MPF-Förderer nach seinem Nobelpreis in Deutschland gehalten werden konnte und bis heute hier forscht und lehrt:

  1. Beschreiben Sie mit drei Worten den Wissenschaftler/Menschen Theodor W. Hänsch.

Neugierig, spielfreudig, erfinderisch.

  1. Was hätten Sie studiert, wenn Sie nicht Physik studiert hätten?

Meine Leidenschaft galt auf jeden Fall den Naturwissenschaften. Ich dachte daran, Astronomie, Chemie, Biologie oder auch Medizin zu studieren. Den Ausschlag für die Physik gab mein schlechtes Gedächtnis. In der Physik muss man sich nicht so viele Einzelheiten merken, sondern man kann vieles aus wenigen Grundprinzipien logisch und mathematisch herleiten. (…)

Das komplette Interview mit weiteren spannenden Fragen & Antworten finden Sie hier.

Weitere Einblicke in die bahnbrechende Arbeit von Theodor Hänsch finden Sie hier.

Außerdem können Sie den Nobelpreisträger in diesem Podcast  „im Bann des Lasers“ erleben!

Bild: © MPI für Quantenoptik

Aktuelles aus der Corona-Forschung: Wirksamkeit von Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19

Wie sich mit einem neuen mathematischen Modell die Auswirkungen von Maßnahmen zur Eindämmung berechnen lassen

Wie kann man die Ausbreitung von Covid-19 vorhersagen? Können Eindämmungsmaßnahmen wie Schulschließungen oder Social Distancing wirksam die Gesamtzahl der Infektionen senken? Welche Maßnahmen können die Infektionszahlen zu jeder Zeit so weit unter einem Schwellenwert halten, dass eine Überlastung des Gesundheitssystems vermieden wird, und wie können wir eine begrenzte Anzahl Impfungen optimal verteilen? Der Mathematiker Vahid Bokharaie vom Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen hat ein Modell entwickelt, das sich leicht auf verschiedene Länder und Umstände anpassen lässt, geringe Kenntnis der Datenlage benötigt und mit begrenzten Rechenkapazitäten auskommt.

Mehr zu diesem Modell erfahren Sie hier.

Am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen unterstützte die Max-Planck-Förderstiftung die Forschungsarbeit von Zhaoping Li und Peter Dayan.

Bild: © pexels/ Gustavo Fring

Aktuelles aus der Corona-Forschung: Neuer Corona-Test entwickelt

Kostengünstig und schnell

Um die Ausbreitung von Sars-CoV-2 einzudämmen, ist es notwendig, viele Menschen regelmäßig und vor Ort auf das Virus zu testen. Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und des Krankenhauses St. Georg in Leipzig haben ein verbessertes Protokoll für den Nachweis von Sars-CoV-2 entwickelt. Diese Methode kann eine positive Probe in einem Pool mit 25 nicht infizierten Proben in weniger als einer Stunde nachweisen.

Erfahren Sie hier mehr über diesen neuen Corona-Test, der – anstelle eines Abstrichs – auch an Gurgelproben durchgeführt werden kann.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützte am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig die Forschung von Svante Pääbo und die Bonobo-Forschung im Kongo.

Bild: © MPI für evolutionäre Anthropologie

Aktuelles aus den Max-Planck-Instituten: Die Digitalisierung im Spiel besiegen

Ein wissenschaftliches Online-Game macht künftige Veränderungen des Arbeitslebens zur spielerischen Herausforderung

Wir leben in einer Welt, in der Roboter zunehmend unsere Autos bauen, Algorithmen mit Aktien handeln und Computer Texte übersetzen. Robotik, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz verändern viele Berufe. Arbeitsplätze fallen weg, neue kommen hinzu. In dem Online-Spiel „The Automated Life“ kann jetzt jeder für sich ausprobieren, wie sie oder er in einer Arbeitswelt besteht, die sich ständig weiter automatisiert. Entwickelt wurde das Spiel im Forschungsbereich „Mensch und Maschine“ am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin.

Den Link und mehr zu diesem spannenden Online-Spiel finden Sie hier.

Am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin wurde die Forschung von Ralph Hertwig, Ulman Lindenberger und Iyad Rahwan von der Max-Planck-Förderstiftung unterstützt. Ulman Lindenberger ist seit 2020 auch Mitglied im MPF-Stiftungsrat.

Bild: © Francis Tseng

Podcast: Wie sich das Immunsystem zu wehren lernt

Immunreaktion beim Impfen

Wenn wir uns nach dem Impfen krank fühlen, ist das eigentlich ein gutes Zeichen: Es zeigt, dass unser Immunsystem lernt. Wie genau so eine Immunreaktion abläuft, erklärt Thomas Boehm vom Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg anschaulich in diesem Podcast.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützte am Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg die Forschung von Erika Pearce.

Bild: © shutterstock

Porträt: Im Gespräch mit Stefan H. E. Kaufmann

Nachgefragt!

Gerade hat Stefan H. E. Kaufmann, der Gründungsdirektor des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie in Berlin, ein neues Buch über COVID-19 und die Bedrohungen durch Pandemien verfasst.

Wir durften dem vielfach ausgezeichneten Wissenschaftler folgende Fragen stellen:

  1. Sie kamen durch Ihren Mentor, Paul Klein, zu Ihrem Fachgebiet, der Sie lehrte, wie faszinierend Wissenschaft sein kann. Was genau fasziniert Sie an der Wissenschaft?
  2. Welchen Beruf wollten Sie als Kind ausüben?
  3. Welcher war der erste Gedanke, als Sie das erste Mal durch die Tür der Max-Planck-Gesellschaft schritten?
  4. Beschreiben Sie mit drei Worten den Wissenschaftler Stefan H. E. Kaufmann.
  5. Welche Frage hat man Ihnen noch nie gestellt, würden Sie aber gerne beantworten?
  6. Auf welche Frage gibt es keine Antwort?

Seine spannenden Antworten und mehr zu Stefan H. E. Kaufmann & seinem aktuellen Buch finden Sie hier!

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützt am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin die Forschung der Nobelpreisträgerin Emmanuelle Charpentier, Direktorin der Max-Planck-Forschungsstelle für die Wissenschaft der Pathogene.

© Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie/David Ausserhofer

Aktuelles aus der Coronaforschung: „Der Selektionsdruck auf das Virus steigt”

Über die Evolution des Coronavirus

Seit Wochen häufen sich Berichte über neue Varianten des Coronavirus Sars-CoV-2. Lesen Sie hier über diese Entwicklung ein aufschlussreiches Interview mit Richard Neher, der am Biozentrum der Universität Basel die Evolution von Viren und Bakterien erforscht.

Richard Neher war von 2011 bis 2017 Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen .  Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützt(e) dort die Forschung von Ruth Ley und Susana Coelho.

© Biozentrum Basel/Annette Roulier

Aus der Max-Planck-Forschung: Hetze im Netz

…und wie man sie besser bekämpfen kann

Bedrohungen, Nötigungen, diskriminierende Äußerungen oder Beleidigungen – all das ist inzwischen Alltag im Internet, vor allem in den sozialen Netzwerken. Die Frage, wie sich die ausufernden Hasskommentare wieder eindämmen lassen, wird in der Öffentlichkeit vielfach diskutiert. Welche eindeutige Antwort Experimente am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn auf diese Frage ergeben haben, erfahren Sie hier.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützte am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn die Forschungsarbeit von Matthias Sutter.

© mattweis

Auszeichnung: Patrick Cramer erhält den Louis-Jeantet-Preis für Medizin 2021

Ehrung für herausragende Erfolge

Die Auszeichnung gehört zu den renommiertesten Europas und ist mit 500.000 Schweizer Franken dotiert. Die Schweizer Louis-Jeantet-Stiftung ehrt den Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen für seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Gentranskription. Mithilfe dieses Kopiervorgangs erstellen lebende Zellen Abschriften ihrer Gene, die dann als Bauanleitung für die Produktion von Proteinen dienen. Im Fokus von Patrick Cramers Forschung stehen die molekularen Maschinen, RNA-Polymerasen genannt, die diesen Prozess steuern – mehr dazu erfahren Sie hier.

Patrick Cramer ist nach Bert Sakmann, Peter Gruss (MPF-Stiftungsratsmitglied von 2006-2014) und Herbert Jäckle (Koordinator der von einem privaten Spender der MPF geförderten Initiative „People for People“ zur Integration von Geflüchteten) bereits der vierte Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, dem diese Ehre zuteilwurde.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützt am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen die Forschung von Stefan W. Hell.

© Irene Böttcher-Gajewski/Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie

Neuerscheinung: MaxPlanckForschung 04/2020

SO ODER ANDERS

In der Natur herrscht Vielfalt – ein Variantenreichtum, der uns erstaunt, fasziniert und manchmal auch verwirrt. Für die Wissenschaft ist Vielfalt von jeher eine Herausforderung, wie Sie im Fokus „SO ODER ANDERS“ u.a. von Daniel Haun vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und Ralf Bender vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching in der neuen Ausgabe der MaxPlanckForschung erfahren werden.

Außerdem zeigt der „Besuch bei“ Viola Priesemann, die kürzlich mit dem Communitas-Preis der Max-Planck-Gesellschaft ausgezeichnet wurde, wie sich das Leben der Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen seit Beginn der Corona-Epidemie in Deutschland verändert hat.

Das komplette Heft mit vielen weiteren spannenden Themen können Sie hier entdecken!

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützt(e) an den oben genannten Max-Planck-Instituten diverse Forschungsarbeiten wie z.B. aktuell die Forschung des Nobelpreisträgers Reinhard Genzel.

© MPG