Aus der Max-Planck-Förderstiftung: Dankeschön: Ihr Jahresrückblick 2019

HERZLICHEN DANK fĂĽr 2019!

Ihre Unterstützung hat auch 2019 wieder zahlreiche Projekte möglich gemacht; z.B. ein Gebärdenwörterbuch für gehörlose Naturwissenschaftler (Sign2Mint) oder eine neue neurowissenschaftliche Forschungsgruppe am Ernst-Strüngmann-Institut für die Forschung an der Schnittstelle zwischen kognitiver, systemischer und theoretischer Neurowissenschaft.

Ihre Förderung lancierte vor 10 Jahren erfolgreiche Pharma-Entwicklung am Lead Discovery Center, ab 2019 auch mit € 60 Mio. Venture Capital, wobei die MPF erneut ein Mehrfaches öffentlicher Mittel hebelt.

Zahlreiche, von Ihnen geförderte Max-Planck-Forscher konnten sich 2019 über internationale Auszeichnungen freuen. U.a. erhielt Franz-Ulrich Hartl den Breakthrough-Preis‎ (den höchstdotierten Wissenschaftspreis weltweit) für entscheidende Erkenntnisse im Kampf gegen neurodegenerative Erkrankungen wie Demenz und ein Lasker

Award (die höchste biomedizinische US-Auszeichnung) ging an Axel Ulrich für die ersten monoklonalen Antikörper zur Therapie von Brustkrebs.

In der MPF/MPG-Familie trafen sich auch 2019 Förderer und Forscher bei vielen wissenschaftlichen oder persönlichen Anlässen, z.B. bei Veranstaltungen des Hamburger Freundeskreises für die dortigen Institute oder bei dem Sommercocktail einer Förderin, die ihren Gästen auch Wissenschaft präsentiert.

Zuwendungen in Höhe von rund € 4 Mio. für Projekte oder als Zustiftung in das Kapital unterstützten die private Förderung exzellenter Grundlagenforschung. Das MPF-Vermögen (weltweit risiko-diversifiziert) erbrachte 2019 rund 10% und stieg von € 350 Mio. bei Gründung auf heute € 520 Mio. Internationale Förderer nutzten unsere US-Stiftung „Friends of Science and Research” und die 2019 neu gegründete Schweizer Stiftung „International Science CH“.

VIELEN DANK für Ihre Unterstützung und Ihr Vertrauen 2019 – wir freuen uns darauf, auch 2020 mit IHNEN gemeinsam dort zu helfen, wo schnelle und flexible Hilfe nötig ist.

Die besten WĂĽnsche fĂĽr das neue Jahr 2020!

Bild: © MPG

Aus der Max-Planck-Forschung: Wie sich extreme Umweltbedingungen auf das Gehirn auswirken

Studie auf der Neumayer-Station III in der Antarktis

Extreme Bedingungen: Wer auf der Neumayer-Station III des Alfred-Wegener-Instituts forscht, muss mit Temperaturen bis zu minus 50 Grad, nahezu vollständiger Dunkelheit im Winter sowie wenig Privatsphäre und Rückzugsmöglichkeiten zurechtkommen. Forschende der Charité-Universitätsmedizin Berlin und des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung Berlin haben an diesem Beispiel die Effekte von sozialer Isolation und extremen Umweltbedingungen auf das Gehirn untersucht. Sie fanden Veränderungen im Gyrus dentatus, einem für das räumliche Denken und das Gedächtnis verantwortlichen Teilbereich des Hippocampus. Im nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler nun untersuchen, ob beispielsweise Sport den beobachteten Veränderungen des Gehirns entgegenwirken kann.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützte am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin bereits die Forschung von Ralph Hertwig und Ulman Lindenberger. Aktuell wird die Forschungsarbeit von Iyad Rahwan gefördert.

Bild: © MPG

Aus der Max-Planck-Forschung: Wie sich extreme Umweltbedingungen auf das Gehirn auswirken

Aus der Max-Planck-Forschung: 3D-Modell der Leber verbessert Diagnose

Gewebeveränderungen auf der Spur

Die nicht-alkoholische Fettleber ist in den Industrieländern eine der häufigsten chronischen Lebererkrankungen. Die histologische Analyse des Lebergewebes ist die einzige anerkannte Methode zur Diagnose und Abgrenzung verschiedener Stadien der Erkrankung. Die herkömmliche Histologie liefert jedoch nur zweidimensionale Bilder des Lebergewebes in niedriger Auflösung und vernachlässigt potenziell wichtige dreidimensionale strukturelle Veränderungen. Forscher des Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden und des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden haben nun zusammen mit Kollegen der Technischen Universität Dresden dreidimensionale geometrische und funktionelle Modelle des menschlichen Lebergewebes für verschiedene Stadien der Erkrankung erstellt, die neue krankheitsbedingte Gewebeveränderungen sichtbar machen.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützte am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden die Forschungsarbeit von Eugene W. Myers.

© MPI-CBG/ Segovia-Miranda et al.

Aus der Max-Planck-Forschung: 3D-Modell der Leber verbessert Diagnose

Veranstaltungstipp Berlin: Salon Sophie Charlotte 2020

Weltbilder – UrsprĂĽnge

Was befähigt allein den Menschen, Bilder der Welt zu entwerfen? Wann entwickelte er die kognitiven Fähigkeiten dafür und welche Rolle spielen Emotionen als Kraft, die Welt zu verändern? Die Max-Planck-Gesellschaft präsentiert als Kooperationspartner beim Salon Sophie Charlotte in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin) am Samstag, den 18.01.2020 von 18:00-23:30 Uhr, im WissenschaftsForum neue Erkenntnisse ihrer Institute zur Frage nach dem Ursprung von Weltbildern; u.a. mit Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, an dem die Max-Planck-Förderstiftung ein Projekt zur Erforschung der Entwicklung von Mensch und Tier in Asien unter der Leitung von Svante Pääbo unterstützte.

Alle wichtigen Informationen und das komplette Programm des Salon Sophie Charlotte 2020 finden Sie hier.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Auch der Nobelpreisträger Stefan Hell wird an diesem Abend im Rahmen des Salon Sophie Charlotte um 19:00 Uhr über Lichtmikrospie im 21. Jahrhundert sprechen. Seine Forschungsarbeit am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen wurde ebenfalls von der Max-Planck-Förderstiftung unterstützt.

Bild: © AKG-Images

Veranstaltungstipp Berlin: Salon Sophie Charlotte 2020

Podcast: Das Fenster zur Seele

Was unsere Augenbewegungen ĂĽber uns verraten

Emotionen anhand von Mimik automatisch erkennen können, damit beschäftigt sich die Wissenschaft schon lange. Doch wie steht es um die dahinterliegende Persönlichkeit? Ein Forscherteam am Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken hat ein Computersystem entwickelt, das anhand von Augenbewegungen Charaktermerkmale erkennt.

Hören Sie hier im aktuellen Podcast des Forschungsquartetts  mehr über die Forschung von Andreas Bulling und seinem Team.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützte am Max-Planck-Institut in Saarbrücken die Entwicklung der Software für die Virendatenbank GISAID unter der Leitung von Thomas Lengauer.

Bild: © iStock

Lebenswerk: Hermann Neuhaus

Einzigartiges Vermächtnis

Der erfolgreiche Unternehmer Hermann Neuhaus‎ wollte auf Dauer wirken, durch seine Hermann-Neuhaus-Stiftung in der Max-Planck-Förderstiftung. Eine Zeitung berichtet über ihn als Musterbeispiel erfolgreichen Stiftens. Seine Stiftung sorgt nun, institutionell abgesichert durch den weltweit guten Ruf von Max Planck, für sein Haus, seine Witwe, sein Andenken und bewirkt Großes: durch Förderung eines Nobelpreisträgers und anderer weltbekannter und junger unbekannter  Forscher, durch medizinische Forschung mit pharmazeutischer Anwendung, durch ein Haus, einen wichtigen Hörsaal u.v.a.

Lesen Sie hier in der neuesten Ausgabe des Online-Magazins „Prinzip Apfelbaum – Mein Erbe tut Gutes“ mehr über das Vermächtnis von Hermann Neuhaus und zum Thema „Mein Erbe tut Gutes“.

HERZLICHEN DANK an Hermann Neuhaus, seine Familie und alle engagierten Förderer für ihr Vertrauen und einzigartiges Engagement! Dank ihrer Zustiftungen und Spenden kann die Max-Planck-Förderstiftung dauerhaft die Förderung von exzellenten Wissenschaftlern und ihren Projekten ermöglichen.

Bild: © MPF

Max-Planck-Freundeskreis Hamburg: Expedition in die Grundlagenforschung

Initiative fĂĽr die Wissenschaftsmetropole des Nordens

Förderer und Freunde von Max-Planck in Hamburg folgten Anfang November der Einladung der Max-Planck-Förderstiftung in das renommierte Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie. Führungen durch die hochspezialisierten Labore vermittelten den Gästen einen unmittelbaren Eindruck von der Spitzenwissenschaft in der neuen Science City. Die einzigartige Vielfalt der Hochleistungsstrahlungsquellen am Forschungscampus Bahrenfeld ermöglicht wegweisende Grundlagenforschung, die die Zukunft verändern kann. Ein mögliches Anwendungsfeld sind Supraleiter bei Raumtemperatur.

Die Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank betonte in ihrer Ansprache die Bedeutung von privatem, philanthropischem Engagement.

Der Max-Planck-Freundeskreis Hamburg unterstĂĽtzt seit 2015 die Entwicklung der Hafenstadt zur Wissenschaftsmetropole des Nordens.

VIELEN DANK an alle Förderer für ihre so engagierte Unterstützung der drei Max-Planck-Institute in Hamburg!

Bild: © Joerg M. Harms, CFEL

Aus der Max-Planck-Forschung: Gesundheit im Alter ist eine Lebensaufgabe

Ernährungsumstellung im Alter macht nicht mehr gesünder

Wenig Essen hilft sowohl bei Tieren als auch Menschen, die Gesundheit im Alter zu verbessern und kann die Lebenszeit verlängern. Wann aber muss man seine Ernährung umstellen, um davon im Alter zu profitieren? Ein Forscherteam um Linda Partridge, Direktorin am Max-Planck-Institut fĂĽr Biologie des Alterns in Köln, hat nun – zusammen mit Wissenschaftlern vom Exzellenzcluster fĂĽr Alternsforschung der Universität zu Köln, vom Babraham Institute in Cambridge und vom University College London – gezeigt, dass Mäuse nur gesĂĽnder durch eine Ernährungsumstellung werden, wenn sie frĂĽh damit anfangen und bis ins hohe Alter so ernährt werden. Die Wissenschaftler schlieĂźen daraus, dass gesunde Verhaltensweisen frĂĽher im Leben etabliert werden mĂĽssen, um die Gesundheit im Alter zu verbessern und die Lebenszeit zu verlängern.

Am Max-Planck-Institut für Bilologie des Alterns in Köln unterstützte die Max-Planck-Förderstiftung die Forschungsarbeit der drei Gründungsdirektoren Linda Partridge, Adam Antebi und Nils-Göran Larsson.

Außerdem finanzierten private Förderer der Max-Planck-Förderstiftung an diesem Institut die Haut- und Zellforschung der Paul Gerson Unna Nachwuchsgruppe unter der Leitung von Sara Wickström.

© MPI f. Biologie des Alterns/ Lisa F. Drews

Aus der Max-Planck-Forschung: Gesundheit im Alter ist eine Lebensaufgabe

Veranstaltungstipp: Themenkonzerte in Hamburg und MĂĽnchen

Musik und Wissenschaft

Thema der mittlerweile 5. Ausgabe der Themenkonzerte an diversen Spielorten in Hamburg am 09.,12. und 14.01.2020 (Beginn jeweils 19:30 Uhr) ist der gesellschaftliche Wandel – aus sozialrechtlicher, demographischer und ökonomischer Sicht. Musikalisch verbinden die Musiker des Philharmonischen Staatsorchesters die Max-Planck-Vorträge von Ulrich Becker, Jutta Gampe und Matthias Sutter (dessen Forschungsarbeit am Max-Planck-Institut zur Erforschung von GemeinschaftsgĂĽtern in Bonn von der Max-Planck-Förderstiftung unterstĂĽtzt wird) in dieser Saison mit einem Alte-Musik-Schwerpunkt.

Alle Informationen zum Programm, zu den Spielorten und zum Ticketkauf finden Sie hier.

Bereits zwischen 5. und 13.12.2019 finden in MĂĽnchen 5 Themenkonzerte unter dem Motto „KILL YOUR DARLINGS“ statt. Mit zeitgenössischer Musik von Hans Abrahamsens und Komponisten, die ihm am Herzen liegen – wissenschaftlich begleitet mit Vorträgen (u.a. von Ralph Hertwig, dessen Forschungsarbeit am Max-Planck-Institut fĂĽr Bildungsforschung ebenfalls von der Max-Planck-Förderstiftung unterstĂĽtzt wird), die sich der Frage widmen, wovon man sich im Laufe der Zeit trennen muss, um persönlich oder kĂĽnstlerisch weiterzukommen. Weitere Infos und Restkarten erhalten Sie hier.

Bild: © MPG

Veranstaltungstipp: Themenkonzerte in Hamburg und MĂĽnchen

Podcast: Neue Ultraschalldiagnostik fĂĽr Kammerflimmern

Auf den Spuren eines Phänomens

Eine der häufigsten Todesursachen der Welt – der plötzliche Herztod – wird meist ausgelöst durch Kammerflimmern. Dank einer neuen Ultraschalldiagnostik ist es nun möglich, das Phänomen besser zu verstehen.

Hören Sie dazu hier ein Interview mit Stefan Luther vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützte an diesem Institut die Forschungsarbeit von Ramin Golestanian.

Bild: © Illus_man/shutterstock