Projektbericht: Sign2MINT – Zeichen setzen!

Einzigartige Entwicklung für Gehörlose

Die Anzahl gehörloser Wissenschaftler und Studierenden in den sog. MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) steigt in Deutschland stetig. Ihnen stehen jedoch selten qualifizierte Gebärdensprachdolmetscher zur Seite, da es für die Übersetzer keine ausreichenden Weiterbildungen, kein Fachgebärdenlexikon und keine Medienmaterialien zu diesen Themen gibt.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützt daher das Projekt „Sign2MINT“, damit für die naturwissenschaftlichen Fächer erstmals ein deutsches Fachgebärdenlexikon entwickelt wird. Dieses frei verfügbare Hilfsmittel baut kommunikative Hürden ab und erleichtert gehörlosen Menschen den Zugang zu naturwissenschaftlichen Fächern. Sie erhalten mit dem MINT-Fachgebärdenlexikon bessere Chancen, als Forschende ihre wissenschaftlichen Ideen umzusetzen. Es erleichtert die Laborarbeit und Betroffene können somit besser eine eigene wissenschaftliche Karriere verfolgen, da Forschungsergebnisse einfacher kommuniziert werden können.

Die Idee zu dem Projekt hatte Ingo Barth: Er ist Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle/Saale und selbst gehörlos.

Bild: © MPI für Mikrostrukturphysik/Jung-Woo Kim

Projektbericht: Sign2MINT – Zeichen setzen!

Auszeichnung: Max-Planck-Azubipreis fĂĽr TĂĽbinger Feinwerkmechaniker

Ehrung fĂĽr erstklassige Leistung

Den Max-Planck-Azubipreis für hervorragende Leistungen in der Ausbildung erhält Milad Isaac am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen. Seit dem 01.09.2016 bildete ihn das Institut im Bereich Feinwerkmechanik aus. Hohes handwerkliches Geschick, schnelle Auffassungsgabe und rasches Erlernen der deutschen Sprache führten zum exzellenten Abschluss seiner Ausbildungszeit.

Isaac (im Bild in der Mitte) kam zur Max-Planck-Gesellschaft über das Programm People for People, das von einem privaten Förderer der Max-Planck-Förderstiftung finanziert wurde. Die Initiative leistet einen Beitrag für Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten.

Die Urkunde übergab Peter Dayan (im Bild links), geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen, dessen Forschungsarbeit ebenfalls von der Max-Planck-Förderstiftung unterstützt wird.

Bild: © Martin Breidt/MPI für biologische Kybernetik

Auszeichnung: Max-Planck-Azubipreis fĂĽr TĂĽbinger Feinwerkmechaniker

Aus der Max-Planck-Forschung: Was ist wichtig?

Systematische Studie zur Aufklärung scheinbar widersprüchlicher Forschungsergebnisse

Bei der Untersuchung grundlegender Mechanismen der Genregulation und menschlicher Erbkrankheiten gingen Forschende bisher davon aus, dass die dreidimensionale Struktur der DNA fĂĽr die Regulation von Genen essentiell ist. Ein Team um Daniel Ibrahim und Stefan Mundlos am Max-Planck-Institut fĂĽr molekulare Genetik in Berlin hat diesen Einfluss jetzt gezielt untersucht und Bindungsstellen fĂĽr CTCF (einen der Hauptakteure fĂĽr die 3D-Faltung) entfernt bzw. verlagert.

In der aktuellen Ausgabe von Nature Genetics beschreiben die Forscher, dass die räumliche Anordnung von Genen und ihren Regulatoren und die spezifische Wechselwirkung zwischen Regulatoren und Genen zwei voneinander unabhängige Ebenen der Genregulation darstellen. Diese stabilisieren sich gegenseitig, sind aber nicht voneinander abhängig.

Ein privater Förderer der Max-Planck-Förderstiftung unterstützte ein Projekt zur Erforschung genetischer Ursachen seltener Kinderkrankheiten von Stefan Mundlos am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin.

Bild: © D. Ibrahim/MPI für molekulare Genetik

Aus der Max-Planck-Forschung: Was ist wichtig?

Aus der Max-Planck-Forschung: Chimp&See ist zurĂĽck!

Die afrikanische Tierwelt hautnah miterleben

Haben Sie sich jemals gefragt, was ein Elefant so treibt, wie ein Pavian sich anhört oder wie es um das Sozialleben von Schimpansen steht? Dann sind Sie damit nicht allein: Tausende von Menschen haben sich bereits der Community von Chimp&See angeschlossen, einem Citizen Science-Projekt von Zooniverse. Ăśber diese Plattform können Interessierte sich anmelden und im Rahmen des „Pan African Programme: The Cultured Chimpanzee (PanAf)“ des Max-Planck-Instituts fĂĽr evolutionäre Anthropologie in Leipzig kurze, von Kamerafallen in Afrika aufgezeichnete Videoclips anschauen, einordnen und diskutieren.

Lesen Sie hier mehr dazu!

Ein Projekt zur Bonobo-Forschung wurde von einem privaten Förderer am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig unterstützt.

Außerdem unterstützt die Max-Planck-Förderstiftung am dortigen Institut die Forschungsarbeit von Svante Pääbo.

Bild: © Chimp&See

Veranstaltungstipp Berlin: Crispr-Cas9 und die Zukunft der Ernährung. Pflanzenzüchtung in Zeiten des Klimawandels

Veranstaltung im Rahmen der Eröffnung des Futuriums in Berlin

Ab 05.09.2019 inszeniert das neue Zukunftsmuseum in Berlin Zukunftsentwürfe und lädt alle ein, dabei mitzuwirken. Die Max-Planck-Gesellschaft trägt die neue Einrichtung als Gesellschafterin mit.

Im Rahmen des „Festes der Zukünfte“ hält Bernd Müller-Röber vom Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam am 08.09.2019 um 14:00 Uhr einen Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema: „Crispr-Cas9 und die Zukunft der Ernährung. Pflanzenzüchtung in Zeiten des Klimawandels“. Der Eintritt ist frei – es ist keine Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen und das komplette Eröffnungsprogramm des Futuriums finden Sie hier.

Entwicklerin der CRISPR-Cas9-Methode, bekannt als „Gen-Schere“, ist Emmanuelle Charpentier, Direktorin am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin, deren Forschungsarbeit von der Max-Planck-Förderstiftung unterstützt wird.

Bild: © MPG

Aus der Max-Planck-Förderstiftung: Mehr Investitionen in Pharma-Entwicklungen

Venture Capital-Fonds fĂĽr Pharmaforschung startet

Biomedizinische Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in Max-Planck-Instituten haben groĂźes Potenzial: menschlich fĂĽr Heilung ‎und finanziell fĂĽr Erlöse, die dann weitere Entdeckungen finanzieren. Private MPF-Förderer treiben das seit jeher erfolgreich an. Unser ganz besonderer Dank gilt Dr. Klaus Neugebauer und Dr. Helmut Storz, die das Lead Discovery Center (LDC) in Dortmund von Beginn an unterstĂĽtzen. Das LDC wurde 2008 gegrĂĽndet und entwickelt auf Basis der Grundlagenforschung der MPG neue Medikamenten-Wirkstoffe zur humanmedizinischen Anwendung. Dabei arbeitet das LDC eng mit anderen Forschungseinrichtungen zusammen. Die Erfolge des LDC u.a. durch Lizensierungen und Patente, aber auch finanziell durch RĂĽckflĂĽsse an MPG und MPF, ziehen international Investoren an. So wird das LDC kĂĽnftig – unabhängig von MPG-Mitteln – durch € 60 Mio. eines Venture Capital/Life Science-Fonds voll finanziert. Ankerinvestor dieses Fonds ist die MPF. 3/4 der Mittel werden vom European Investment Fund (EIF) und von der österreichischen Technologie-Transfer-Stelle (aws) gestellt. Diese hochangesehenen Partner bestätigen den herausragenden Ruf des LDC in der Biomedizin.

Ein Teil des MPF-Fonds-Anteils steht MPF-Förderern zur Verfügung, z.T. bereits gezeichnet. Bei Interesse informieren wir Sie gerne.

Aus der Max-Planck-Forschung: Icarus ist angeschaltet

Tierbeobachtungssystem hat seinen Betrieb aufgenommen

Das deutsch-russische Beobachtungssystem für Tierbewegungen Icarus, unter der Leitung von Martin Wikelski vom Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Konstanz, ist Mitte Juli in den Testbetrieb gegangen. Nun können die Icarus-Ingenieure und Wissenschaftler die Systemkomponenten am Boden, an Bord der Internationalen Raumstation ISS sowie die Sender überprüfen, die die Daten der Tiere erfassen. Nach Abschluss aller Tests wird Icarus der Wissenschaftsgemeinschaft voraussichtlich im Herbst oder Winter 2019 zur Verfügung stehen.

Die Dr. Gerhard und Irmgard Gross-Stiftung – unter dem Dach der Max-Planck-Förderstiftung – unterstĂĽtzt im Rahmen von Icarus ein Projekt zur Erforschung der Aalwanderung von Martin Wikelski.

Bild: © S. Izquierdo

Aus der Max-Planck-Forschung: Icarus ist angeschaltet

Aus der Max-Planck-Forschung: Die Drogenkrise und ihre Kinder

Opioid-Missbrauch in den USA senkt die Lebenserwartung

Im Gegensatz zu den meisten Industrieländern ist die durchschnittliche Lebenserwartung in den USA erstmals seit dem Ersten Weltkrieg deutlich zurückgegangen. Von 2014 bis 2016 sank sie bei Männern um drei Monate, bei Frauen um etwa eineinhalb Monate. Der Hauptgrund dafür ist eine Zunahme der Drogentoten, wie eine Analyse des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock zeigt.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützte am Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock ein Projekt zur Alternsforschung von James W. Vaupel.

Bild: © shutterstock

Aus der Max-Planck-Forschung: Die Drogenkrise und ihre Kinder

Aus der Max-Planck-Forschung: Eine neue Anleitung fĂĽr sich selbstmontierende Mikromaschinen

Polarisierbare Komponenten von Kleinstrobotern finden in einem elektrischen Feld selbst zueinander, wenn sie entsprechend konstruiert sind

Konstrukteure von Mikromaschinen können künftig einen neuen Effekt nutzen. Wissenschaftler um Metin Sitti, Direktor am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Stuttgart, präsentieren ein Konzept, nach dem sich die Bauteile von Mikrofahrzeugen, -rotatoren oder -pumpen in einem elektrischen Feld selbst zusammensetzen. Die neue Anleitung für die Selbstmontage von Mikromaschinen könnte helfen, Mikroroboter zu bauen, die im menschlichen Körper medizinische Dienste verrichten, oder die Geräte eines Labors auf einem Mikrochip unterzubringen.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützt die Forschungsarbeit von Metin Sitti am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Stuttgart.

Bild: © MPI für Intelligente Systeme / Nature Materials 2019

Aus der Max-Planck-Forschung: Eine neue Anleitung fĂĽr sich selbstmontierende Mikromaschinen

Aus der Max-Planck-Gesellschaft: Max-Planck-Präsident Martin Stratmann macht weiter

Martin Stratmann tritt zweite Amtszeit an

Der Senat der Max-Planck-Gesellschaft bestätigt den amtierenden Präsidenten für die im Juni 2020 beginnende neue Amtsperiode. Die unter der Leitung des nichtwissenschaftlichen Vizepräsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, Andreas Barner (Boehringer Ingelheim), einberufene Senatskommission hatte Martin Stratmann vor dem Hintergrund der positiven Rückmeldungen aus dem Kreis der Wissenschaftlichen Mitglieder eine zweite Amtszeit angetragen. Die Kommission war der Auffassung, dass angesichts der aktuellen Herausforderungen Kontinuität in diesem Amt besonders wichtig sei.

Martin Stratmann ist seit 2014 Mitglied im Stiftungsrat der Max-Planck-Förderstiftung. Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützt zentrale Projekte des Präsidenten wie die Förderung von exzellenten Nachwuchswissenschaftlern, Gleichstellung und Diversität oder die neu gegründeten Max-Planck-Schools.

Bild: © Axel Griesch

Aus der Max-Planck-Gesellschaft: Max-Planck-Präsident Martin Stratmann macht weiter