Förderer treffen Forscher: unsere Veranstaltungen für Sie

05.05.2017: Gäste aus zwei Generationen kamen zur Veranstaltung „Die Nächste Generation“ der Max Planck Förderstiftung in die Max-Planck-Institute für Biochemie und Neurobiologie in Martinsried. Jugendliche und ihre Eltern oder Großeltern isolierten im MaxLab, dem Besucher- und Schülerlabor der Institute, ihre eigene Erbinformation und erfuhren dabei spannende Fakten über die DNA. Prof. Petra Schwille, Leiterin der Abteilung Zelluläre und Molekulare Biophysik und geschäftsführende Direktorin des Instituts, berichtete zudem über ihre Arbeit rund um die Forschungsfrage „Ist Leben konstruierbar?“.

Förderer treffen Forscher: unsere Veranstaltungen für Sie

07.05.2017: Anlässlich des Hafengeburtstags Hamburg lud Birgit Gerlach, langjährige Unterstützerin der Max Planck Förderstiftung, zu einer privaten Abendveranstaltung. Vor rund 130 Gästen hielt Stephanie Maier vom Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie einen mitreißenden Vortrag zum Thema „Chirurgie und interoperative Diagnostik mit dem PIRL (Pikosekunden-InfraRot-Laser)“. Die gesammelten Spenden wurden von einem privaten Förderer verdoppelt und kommen der Grundlagenforschung an den drei Hamburger Max-Planck-Instituten (Max-Planck-Institute für Meteorologie, für ausländisches und internationales Privatrecht und für Struktur und Dynamik der Materie) zu Gute.

Bild: ©iStock.com/benkrut

Förderer treffen Forscher: unsere Veranstaltungen für Sie

23.05.2017: Über Gravitationswellen und ihre praktischen Anwendungen sprach Professor Danzmann, Direktor am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik, anlässlich des Hermann-Neuhaus-Dinners der Max Planck Förderstiftung. Seine von uns geförderte Forschung bewies nach 100 Jahren die von Albert Einstein theoretisch vorhergesagten Gravitationswellen. Praktische Bedeutung hat seine Arbeit beispielsweise zur Bestimmung von Grundwasser-Veränderungen, für lasergestützte Kommunikation anstelle von Radiowellen oder auch im Hinblick auf die Frage, ob sich Grönland-Eis infolge der Klimaveränderung verdichtet oder verringert.

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Unsere Förderung: Unterwegs im Kosmos der Mikroben

Der menschliche Körper bietet Lebensraum für unzählige Mikroorganismen. Insbesondere der Darm wird von einer Fülle von Bakterien besiedelt. Ruth Ley, Direktorin am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen, erforscht, welche Rolle die unzähligen Darmbakterien für unsere Gesundheit spielen. Sie gehört zu den Vorreitern einer Forschungsrichtung, die seit einigen Jahren in atemberaubendem Tempo expandiert: Ihr Ziel ist die Entschlüsselung des Mikrobioms, jener Ansammlung von Mikroben also, die den menschlichen Körper in millionenfacher Zahl als ständige Bewohner der Haut und des Verdauungstrakts besiedeln. Und schon heute steht fest: Die Mikrobiom-Forschung lässt bislang ungeahnte Zusammenhänge in der Steuerung des menschlichen Körpers erkennen. Die Max Planck Förderstiftung unterstützte die Forschungsarbeit von Frau Ley am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie. Mehr zu Ruth Ley und ihrer Forschung sowie weitere Beiträge zu aktuellen Themen aus der wissenschaftlichen Arbeit der Max-Planck-Gesellschaft finden Sie in der neu erschienenen Ausgabe der „Max Planck Forschung“ Nr. 1.2017.

Max Planck Forschung

Bild: @iStock.com

Unsere Förderung: Ehrendoktor für Sami K. Solanki

Prof. Dr. Sami K. Solanki, Direktor am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS), hat die Ehrendoktorwürde der finnischen Universität Oulu erhalten. Die Verleihung fand als Teil einer Zeremonie statt, welche die Universität alle vier Jahre begeht. In seiner Laudatio würdigte Prof. Dr. Ilya Usoskin, Physikprofessor in Oulu, den Göttinger Forscher als einen der weltweit führenden Sonnenphysiker – sowohl auf dem Gebiet der Modellierung der Sonne, als auch bei der experimentellen Erforschung unseres Sterns. Der Göttinger Forscher ist u. a. Leiter der Mission Sunrise, die 2009 und 2013 die Sonne mit Hilfe eines ballongetragenen Observatoriums aus einer Höhe von mehr als 35 Kilometern beobachtete. Die Max Planck Förderstiftung unterstützte den Zweitflug mit mehr als EUR 1,5 Mio.

Ehrendoktor für Sami K. Solanki

Bild: @Ilya Usoskin

Aus der Forschung: Dass es überhaupt noch Schimpansen gibt, ist ein Wunder.

Um rund 80 Prozent ist die westliche Unterart des Schimpansen in den letzten 20 Jahren zurückgegangen und gilt damit heute als vom Aussterben bedroht. Christophe Boesch, Direktor am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, erforscht seit über 35 Jahren die Schimpansen in der Elfenbeinküste. Im Taï-Nationalpark unterhält der Max-Planck-Wissenschaftler drei Forschungscamps, die Wissenschaftler für ihre Forschungsarbeit nutzen können. Um den Westlichen Schimpansen vor der Ausrottung zu retten, hat Boesch darüber hinaus vor 16 Jahren die Wild Chimpanzee Foundation ins Leben gerufen. Die Non-Profit-Organisation setzt sich für den Schutz der Schimpansen an der Elfenbeinküste, in Guinea und Liberia ein.

Wild Chimpazee Foundation

Bild: @WCF

Projekt des Monats: Sonnenobservatorium Sunrise

Einen einzigartigen Ausblick hatte das ballongetragene Sonnenobservatorium Sunrise bei seinen beiden Flügen 2009 und 2013: Aus mehr als 35 Kilometern Höhe konnte Sunrise mithilfe des größten Sonnenteleskops, das jemals den Erdboden verlassen hat, erstmals Strukturen mit einer Größe von 50 Kilometern im ultravioletten Licht der Sonne auflösen. Im Fachjournal Astrophysical Journal Supplement Series werden die Ergebnisse nun detailliert dargestellt. So berichten die insgesamt 17 Publikationen von heißen Explosionen, wabernden Strukturen und den Entstehungsorten gewaltiger Plasmaflüsse. Geleitet wird das Projekt SUNRISE vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung. Die Max Planck Förderstiftung unterstützte den Zweitflug mit mehr als EUR 1,5 Mio., als dieser inmitten der Projektvorbereitungen an US-Haushalts- und damit NASA-Budgetkürzungen zu scheitern drohte.

SUNRISE

Bild: @MPS (S. Solanki)

Globalisierte Tierwelt

Mitte 2017 soll es starten: ICARUS – das erste satellitengestützte Programm zur Erforschung von Tierwanderungen. Mithilfe kleinster Sender, die ihre Daten an die Internationale Raumstation schicken, wollen Wissenschaftler lernen, welchen Gesetzen die Bewegungen unterschiedlicher Tierarten folgen. Die Erkenntnisse spielen eine wichtige Rolle für den Schutz von menschlicher Gesundheit und Tierwelt, beispielsweise im Hinblick auf die Verbreitung von Krankheitserregern.

ICARUS

Bild: @MPI f. Ornithologie/ MaxCine

Mehr Lebenszeit durch Diät?

Weniger zu essen verlängert die Lebensspanne vieler Organismen – die Ursachen sind jedoch noch nicht vollständig geklärt. Allerdings fand eine Forschungsgruppe unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Biologie des Alterns kürzlich heraus, dass eine Diät Veränderungen im Erbgut von Mäusen auslöst: So werden beispielsweise Gene abgeschaltet, die für den Fettstoffwechsel wichtig sind. In Versuchen zeigte sich, dass eine um 40 Prozent reduzierte Nahrungsaufnahme die Lebenszeit der Nager um 30 Prozent verlängert. Die Arbeit von Professor Linda Partridge, Direktorin am Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns, wird von der Max Planck Förderstiftung unterstützt.

Diät verursacht epigenetische Veränderungen im Alter

Bild: @iStock.com/cosmin4000

Max-Planck-Präsident spricht beim Münchner „March for Science“

Die globale Initiative „March for Science“ betont die Schlüsselrolle der Wissenschaft für Gesellschaft und Politik. Weltweit gingen am 22. April viele Menschen auf die Straße, um ihre Begeisterung und Unterstützung für freie Wissenschaft zu zeigen. Die Demonstration in München erhielt mit Martin Stratmann einen prominenten Fürsprecher: Dem Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft war es ein Anliegen, an der Veranstaltung teilzunehmen und bei der Abschlusskundgebung eine kurze Ansprache zu halten.

March for Science