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Diese putzigen Nasenbären kennen die besonders aufmerksamen Leserinnen und Leser unseres Jahresrückblicks bereits. Das Verhalten ihrer Familie wird unter anderem durch das „Max-Planck-Smithsonian-Center für Sinnesökologie und soziale Evolution“ untersucht, dem ersten internationalen Max Planck Center im mittelamerikanischen Raum.
Fördernde finanzieren
Die Kooperation des Max-Planck-Instituts (MPI) für Verhaltensbiologie mit dem renommierten Smithsonian Tropical Research Institute (STRI) in Panama wird anteilig durch Fördernde der Max-Planck-Förderstiftung finanziert. Direktor am MPI für Verhaltensbiologie in Radolfzell/Konstanz ist übrigens der unter anderem über die Dr. Gerhard und Irmgard Gross-Stiftung unter unserem Dach und MAX.P geförderte Wissenschaftler Martin Wikelski. Er war Ende der 1990er Jahren selbst in Panama, und zwar als Forschungsstipendiat ebendieses STRI.
Eröffnung Januar 2027
Eröffnet werden soll das Center im Januar 2027 in Anwesenheit des Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, Patrick Cramer. Die Reise ist vom 14. bis 19. Januar geplant. Lassen Sie uns gerne wissen, ob Sie an einer Förderung des Max Planck Centers interessiert sind und ob wir Ihnen Informationen zu diesem Förderprojekt schicken dürfen.

Ziel des Max Planck Center
Tiere verfügen über weit mehr als die fünf menschlichen Sinne: Mit vielfältigen Sensoren nehmen sie ihre Umwelt wahr und reagieren darauf. Diese Fähigkeiten prägen Kommunikation und soziale Beziehungen und beeinflussen damit Aufbau und Funktion von Tiergesellschaften.
Das STRI und das MPI untersuchen, wie sensorische Fähigkeiten einzelner Tiere auf Gruppenebene wirken und wie dies die Widerstandsfähigkeit von Tiergesellschaften gegenüber Umweltveränderungen beeinflusst – in einem breiten, internationalen Kooperationsnetzwerk.
Geplant ist zudem ein Master-to-Doctoral-Programm mit Studierenden aus Panama und weiteren lateinamerikanischen Ländern, um wissenschaftliche Nachwuchsführungskräfte auszubilden und Promotionen in der Heimatregion zu ermöglichen.

Vielfältige Forschung
Im Detail statten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dafür beispielsweise die Gruppenmitglieder der Weißstamm-Nasenbären mit winzigen Audiorekordern an GPS-Halsbändern aus. So können Bewegungen und Rufe gleichzeitig verfolgt werden.
Anhand dieser Daten fanden die Forschenden bereits heraus, dass sich Nasenbärengruppen oft auf flexible Weise trennen und wieder zusammenschließen, und spezielle Rufe verwenden, um ihre Gruppe im dichten Waldboden zusammenzuhalten.
Auch mit anderen wild lebenden Tieren wird im Rahmen des Max Planck Center in Panama geforscht. Tonaufzeichnungen am Gatúnsee sollen beispielsweise Erkenntnisse über Fledermäuse und Insekten bringen.



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Bilder der Forschung des ersten Max Planck Center in Mittelamerika, Eröffnung Januar 2027