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Jubiläum
Was hat ein Kauf im Onlineshop mit Grundlagenforschung zu tun? Eine ganze Menge, wie das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht zeigt. Am 2. Oktober feierte es mit einem Senatsempfang im Hamburger Rathaus sein 100-jähriges Bestehen.
Max-Planck-Präsident Patrick Cramer nahm die Gäste in seiner Festrede mit auf eine Reise von der Gründung 1926 bis in die vernetzte Welt von heute. Wo Menschen erben, heiraten, Geschäfte machen oder Verträge schließen, regelt das Privatrecht ihr Miteinander. Und das geschieht immer öfter über Ländergrenzen hinweg. Wem Rohstoffe gehören oder ob künstliche Intelligenz fair entscheiden kann: Auf solche Fragen erarbeitet das Institut wissenschaftliche Antworten. Eine wichtige Grundlage dafür ist seine Bibliothek, die größte ihrer Art in Europa.
Direktor Ralf Michaels ließ in seiner Ansprache spüren, mit wie viel Leidenschaft sein Team bei der Sache ist. Einen Eindruck davon gibt der sechs Minuten lange, sehenswerte Jubiläumsfilm des Instituts.

Sehr geschätzt
Private Förderinnen und Förderer haben die Forschung in Hamburg schon mehrfach möglich gemacht. Dank ihrer Unterstützung kamen 2024 Rechtswissenschaftler*innen aus Europa, Afrika, Asien und Lateinamerika in Brasilien zusammen, um Rechtsvergleichung aus dekolonialer Perspektive neu zu denken. Auch ein Projekt zum Familien- und Erbrecht islamischer Staaten wurde mit privaten Mitteln gefördert.
Neugierig geworden? Am 10. November 2026 diskutieren Fachleute im MARKK (Museum am Rothenbaum) über „Recht als Kultur“. Am 14. November öffnet das Institut seine Türen, und Improvisationstheater bringt Rechtsfälle auf die Bühne. Für beide Termine ist eine Anmeldung erforderlich.
Herzlichen Glückwunsch zu 100 Jahren!

Marathon statt Sprint
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