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Einmal MAX PLANCK, immer MAX PLANCK: Alumni-Netzwerk startet in Berlin

Neonschrift "Dem Anwenden muss das Erkennen vorrausgehen", Zitat von Max Planck

Rund 200 Gäste, drei Nobelpreisträger und viel Wiedersehensfreude: Mitte Oktober ging im Berliner Harnack-Haus das Alumni-Netzwerk der Max-Planck-Gesellschaft an den Start. Ehemalige trafen dort auf Nachwuchs­forschende, die ihre Max-Planck-Zeit gerade erst erleben.

Überraschungsgast Nobelpreisträger Peter Hegemann

Preisgekrönt

Nobelpreis 2026: Peter Hegemann überrascht die Max-Planck-Alumni

Der Überraschungsgast war Peter Hegemann. Wenige Tage zuvor war bekannt geworden, dass er gemeinsam mit Alumni Georg Nagel und Karl Deisseroth den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2026 erhält. Die drei werden für die Entdeckung licht­gesteuerter Ionen­kanäle ausgezeichnet. Damit lassen sich Nerven­zellen gezielt per Licht an- und ausschalten. Die Opto­genetik hat die Hirnforschung grundlegend verändert. Die preisgekrönte Forschung entstand am Max-Planck-Institut (MPI) für Biochemie in Martinsried. Heute forscht Hegemann an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ganz spontan erzählte er den Gästen von seinem Weg. Er ist ein schönes Beispiel dafür, wie Grundlagen­forschung aus reiner Neugier Jahrzehnte später die Welt verändert.

Auch die Nobelpreisträger Reinhard Genzel (2020) und Hartmut Michel waren dabei. Der Biochemiker Michel erhielt 1988 den Nobelpreis für Forschung, die er am MPI für Biochemie begonnen hatte. Immer wieder ging es bei dem Treffen um dieselbe Haltung: Wissenschaft lebt von Offenheit, Neugier und kritischem Denken. Künstliche Intelligenz kann Wissen ordnen, aber Zusammenhänge zu verstehen bleibt Sache des Menschen.

Neues Netzwerk für alle MAX PLANCK Alumni, Foto des Info-Standes

Etwas zurückgeben

Max-Planck-Alumni fördern Grund­lagen­forschung

Diese Haltung teilen auch viele Förderinnen und Förderer der Max-Planck-Förderstiftung, sie schätzen insbesondere diese Offenheit und das, was daraus entsteht: beste Grundlagenforschung. Ihr Engagement stärkt zum Beispiel die Forschung von Reinhard Genzel am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik. Private Mittel schaffen dort Freiräume, die öffentliche Gelder allein nicht bieten.

Vielleicht verbindet auch Sie eine eigene Geschichte mit MAX PLANCK? Das neue Netzwerk lädt alle Ehemaligen herzlich ein, Teil davon zu werden. Und wenn Sie der Forschung etwas zurückgeben möchten, geht das natürlich, ob mit einer Spende oder einem eigenen Stiftungsfonds. Kommen Sie gern auf uns zu.

Zur Registrierung im Alumni-Netzwerk.

Fotos: MPG/David Ausserhofer + MPF