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Bauvorhaben GrossHaus
Die ersten Bewohnerinnen und Bewohner ziehen zum ersten Oktober ein ins Göttinger Apartmenthaus NeuHaus (wir berichteten). In erster Linie handelt es sich um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Max-Planck-Gesellschaft sowie deren Familien. Nach Göttingen folgt nun Garching bei München, wo wir dank privater Fördermittel ein zweites Bauvorhaben dieser Art umsetzen werden. Auf dem Forschungscampus Garching, wird ein ähnliches Wohn- und Kinderbetreuungsangebot entstehen, ebenfalls benannt nach einer großen Fördererfamilie, Familie Gross, und mindestens genauso dringend benötigt wie in Göttingen.
Baubeginn des nach der Stifterfamilie Dr. Gerhard und Irmgard Gross und ihrem Sohn Joachim Gross benannten GrossHaus wird voraussichtlich Anfang 2027 sein, die Fertigstellung ist für das zweite Halbjahr 2028 geplant. Die 172 möblierten Apartments für Postdocs, Doktorandinnen und Doktoranden sowie Studierende auf einem Grundstück am Garchinger Mühlbach werden ergänzt um 18 Wohnungen für Mitarbeitende der fünf Max-Planck-Institute und eines zentralen Servicebetriebs sowie um eine Kindertagesstätte mit rund 100 Betreuungsplätzen. Das Konzept orientiert sich am NeuHaus. Einstimmig zugestimmt hat der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Garching bereits.

Dank privater Fördermittel
Dringender Bedarf
„Mit diesem Projekt begegnen wir dem angespannten Wohnungsmarkt in der Region München und stärken die Attraktivität des Standorts für Wissenschaft und Forschung. Dank unserer Förderinnen und Förderer entstehen dringend benötigter, bezahlbarer und moderner Wohnraum für den wissenschaftlichen Nachwuchs sowie zusätzliche Kinderbetreuungsplätze“, sagt Simon Unterhuber, kaufmännischer Leiter des Immobilienbereichs der Max-Planck-Förderstiftung.
Wie dringend zeigen diese Zahlen: Auf dem Forschungscampus Garching sind mehr als 28.000 Forschende, Mitarbeitende und Studierende tätig – mehr, als die Stadt Garching selbst Einwohner*innen zählt. Für die beiden Studierendenwohnheime des Studierendenwerks München Oberbayern bestehen über eintausend Vormerkungen und auch die Wohnheime in privater und kirchlicher Trägerschaft sind vollständig belegt. Das Angebot an Kinderbetreuung reicht ebenfalls nicht aus: Im Forschungszentrum gibt es bislang lediglich zwei weitere Kindertagesstätten mit unzureichenden Kapazitäten.

Lage und Nachhaltigkeit
Objektkonzept
Das Wohnheim mit sieben Vollgeschossen und die Kindertagesstätte mit Mitarbeiterwohnungen auf vier Vollgeschossen entstehen unmittelbar nördlich der Isarstraße, rund 50 Meter Luftlinie von der U-Bahn-Station „Garching Forschungszentrum“ entfernt. Die Apartments werden vollmöbliert und ausgestattet vermietet.
Die Wohnungen oberhalb der Kita sind für eine langfristige Nutzung durch Mitarbeitende vorgesehen. Geplant sind zudem 212 Fahrradstellplätze, Ladeinfrastruktur für Elektromobilität sowie 67 barrierefreie Wohnungen. Die Gebäude werden nach dem Energiestandard KfW 40 errichtet, um den Nachhaltigkeitszielen der Stiftung Rechnung zu tragen.
Seit 2006 haben wir mehr als 200 Millionen Euro durch Spenden, Erträge und Impact Investments für die Forschungsförderung bereitgestellt – unter anderem durch Immobilienprojekte, die dem wissenschaftlichen Nachwuchs an Max-Planck-Standorten zugutekommen. Danke an alle, die uns diese gewichtige Unterstützung – die Investitionssumme für das Garchinger Bauprojekt beläuft sich auf 32,5 Millionen Euro – von Spitzenforschung ermöglichen.
Wenn Sie interessiert sind, unsere Immobilienprojekte für MAX PLANCK zu unterstützen, melden Sie sich gerne: foerdern@maxplanckfoundation.org