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Vor rund 47.000 Jahren vermischten sich Neandertaler und moderne Menschen. Bis heute tragen viele Menschen Gene der Neandertaler in sich, darunter eine besondere Variante des Rezeptors für das Wachstumshormon. Was sie bewirkt, hat das internationale Team unter der Leitung von Hugo Zeberg vom Karolinska Institutet und Philipp Kanis vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie untersucht. Auch Nobelpreisträger Svante Pääbo ist Mitautor der Studie.
Im Labor wuchsen Zellen mit der Neandertaler-Version deutlich stärker, wenn sie dem Wachstumshormon ausgesetzt waren. Daten von mehr als einer Million Menschen passen dazu: Erwachsene mit der Variante haben im Schnitt rund 270 Gramm mehr Muskelmasse. Verbreitet ist sie vor allem in Süd- und Ostasien, in Europa kommt sie kaum vor.
Die Gruppe erforscht, wie Gene ausgestorbener Menschenformen Gesundheit und Körperbau heute prägen, vom Immunsystem bis zur Muskulatur. Wissenschaftlich baut sie auf Pääbos Entschlüsselung des Neandertaler-Genoms auf.

Forschung fördern
Dass Hugo Zeberg diese Forschung in Leipzig fortsetzen konnte, ist Sabine Schaefer zu verdanken: Ihre Anschubfinanzierung war die Voraussetzung dafür, dass die Gruppe überhaupt entstehen konnte. Anfang 2024 besuchte sie das Institut in Leipzig und ließ sich zusammen mit ihrem Enkel die Arbeit von Svante Pääbo und Hugo Zeberg persönlich erklären. Gut zwei Jahre später zeigen die neuen Ergebnisse, was ihre Förderung bewirkt.
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