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Icarus zurück im All

Eine Rußseeschwalbe mit Icarus-Sender verlässt die Brutkolonie auf Bird Island auf den Seychellen. 

Icarus (International Cooperation for Animal Research Using Space) ist ein weltraumgestütztes System, das von Martin Wikelski, Direktor am MPI für Verhaltensbiologie, in die Wege geleitet wurde. Nach einer dreijährigen Pause wurde am 28. November 2025 mit einer Rakete der Icarus-Empfänger an einem Satelliten in die Erdumlaufbahn gebracht. Seitdem werden mithilfe von Miniatursensoren an Flug-, Land- und Wassertieren globale Daten zu Standort, Verhalten, Gesundheit und Umweltbedingungen geliefert. Dies ist ein entscheidender Fortschritt für das Verständnis von Artenvielfalt, Ökosysteme und Auswirkungen des Klimawandels.

Im Frühjahr 2026 verlässt ein zweiter Icarus-Empfänger die Erde, welcher von einem eigenständigen Satelliten der Max-Planck-Gesellschaft sowie des Raumfahrtunternehmens Talos getragen wird. Dieser wird den Forschenden nahezu in Echtzeit eine 3D-Verfolgung von Tierwanderungen auf allen Kontinenten ermöglichen.

Satellit mit verstauten Solarpanelen und den eingeklappten Icarus-Antennen an der Seite.

Icarus 2.0

Es wird bereits an weiteren Sensoren und Satelliten gearbeitet. Icarus 2.0, ein Satellitenverbund, der von der Max-Planck-Gesellschaft und mehreren Partnern entwickelt wird, wird dann Daten schneller, öfter und in Hochauflösung liefern.

Die Fördererfamilie Gross und andere Fördernde der MPF haben mehrfach die Forschung von Martin Wikelski im Rahmen des Icarus Projektes unterstützt.

Mehr Informationen zu dem Thema finden Sie auf der Webseite der MPG. 

Falls Sie sich für eine 3D-Darstellung von realen Tierbewegungsdaten interessieren, klicken Sie hier