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Im Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM) in Bremerhaven ist bis 1. März 2026 die Sonderausstellung „Still Stehen – Seeleute und Geflüchtete in der Pandemie“ zu sehen. Sie wurde von Dr. Luisa Piart vom Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung in Halle an der Saale mit kuratiert, ihre Forschung spielt eine zentrale Rolle in der Ausstellung.
Während große Teile der Welt während der Covid-19-Pandemie stillstanden, hielten Seeleute den globalen Handel aufrecht – oft unter menschenunwürdigen Bedingungen. Gleichzeitig warteten Geflüchtete ohne Perspektive auf Schutz und Anerkennung.
Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Erfahrungen dieser aus dem gesellschaftlichen Blick geratenen Gruppen. Sie basiert auf interdisziplinärer Forschung aus Ethnologie, Sozialmedizin und Versorgungsforschung. Weitere Einblicke bietet das begleitende Ausstellungsheft von Dr. Luisa Piart, das persönliche Geschichten, Forschungsergebnisse und visuelle Eindrücke rund um das Leben von Seeleuten und Geflüchteten während der Pandemie enthält.

Podiumsdiskussion mit Dr. Luisa Piart
Am 11. September um 18 Uhr können Sie Dr. Piart in einer Podiumsdiskussion mit Menschen erleben, die die Pandemie an Bord von Schiffen erlebt haben.
Im Anschluss führen die wissenschaftlichen Leiter der Ausstellung, neben Dr. Luisa Piart auch Prof. Dr. PH Patrick Brzoska, durch die Ausstellung und gehen dabei auf die zugrunde liegende Forschung ein. Dr. Luisa Piart war 2023 eine von uns geförderte Schreibstipendiatin am Tegernsee, wo sie u. a. über Arbeitsregulierungsprozesse und Gerechtigkeit im Anthropozän geschrieben hat.



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