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ARTEMIS Mentoring-Programm – Brücke für globale Wissenschaft
An sich selbst glauben
Im Haus der Astronomie in Heidelberg herrschte im Oktober 2025 konzentrierte Stille, als Klaus Blaum, Direktor am Max-Planck-Institut für Kernphysik, 35 afrikanischen Nachwuchsforschenden erzählte, wie sein Mentor Heinz-Jürgen Kluge ihm einst zum Glauben an sich selbst verholfen hatte: „Er schenkte mir seine Zeit und glaubte an mich. Und so fing ich an, selbst an mich zu glauben – und daran, dass Wissenschaft der richtige Weg für mich war.“
Das Mentoring-Programm ARTEMIS birgt viele Vorteile wie diesen. Es steht für „African Research Talents Experiencing Mentoring In Science“ und bringt afrikanische Studierende und Promovierende mit Forschenden der Max-Planck-Gesellschaft zusammen. Fachlich passende Tandems, von Initiatorin Michaela Hergersberg vorgeschlagen, arbeiteten monatelang über Videocalls an einem gemeinsamen Projekt und bereiteten dabei auch einen einmonatigen Forschungsaufenthalt am jeweiligen Max-Planck-Institut vor. Dieser endete mit kurzen Science Slams in Heidelberg, um allen Teilnehmenden die Projekte vorzustellen.

"Wissenschaftlich und kulturell bereichernd"
Saurelle Kenfack Tiofack von der Universität Dschang präzisierte mit Forschungsgruppenleiter Alexander A. Auer (siehe Foto) vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung beispielsweise ihren Forschungsplan und integrierte neue quantenchemische Werkzeuge.
Immaculate Muthoni Mungai aus Nairobi klärte mit Carlota Galán Plana vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie Drittmittelanträge und internationale Netzwerke.
Victória da Graça Gilberto Samboco von der Rhodes University gewann durch Postdoktorandin Kerry Paterson vom Max-Planck-Institut für Astronomie eine Außenperspektive – besonders als Frau in der Wissenschaft.
„ARTEMIS war wissenschaftlich und kulturell bereichernd“, betont Alexander A. Auer, Mentor und Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung.
Die Familienstiftung Gasz unter dem Dach der Max-Planck-Förderstiftung hat entscheidende, öffentlich nicht finanzierbare Kosten wie Visa-Gebühren und Krankenversicherungen der Mentees getragen – ohne diese Unterstützung wären viele von ihnen nicht nach Deutschland gereist. Diese private Förderung ist Teil unserer Initiativen für internationale Nachwuchsförderung.
Wir freuen uns, solche Talentschmieden für neue Impulse in der Max-Planck-Gesellschaft und globale Vielfalt dank unserer Fördernden unterstützen zu können.