Story


In der Rubrik „My Science and Me“ lässt die Max-Planck-Gesellschaft ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine Antwort darauf geben, was sie an Forschung fasziniert. Wir stellen Ihnen die Personen aus dieser Reihe vor, deren Arbeit wir dank privater Engagierter unterstützen bzw. unterstützten.
Hier ist Stuart Parkin, der Geschäftsführende Direktor des Max-Planck-Instituts für Mikrostrukturphysik, in seiner Experimentierhalle zu sehen. An dem Institut in Halle wurden mehr als 120 Patente angemeldet, viele davon zur Spintronik, die moderne Datenspeicher, Magnetsensoren, MRAM und völlig neue Speichertechnologien möglich gemacht haben.
Pierre-Jean Zermatten, Chief Operation Officer am Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik:
"Das ist eine technische Ausstattung, die jeder gerne hätte, aber kaum jemand besitzt. Das Foto zeigt Stuart Parkin in unserer 165 Quadratmeter großen Experimentierhalle, ein Labor, das weltweit einzigartig ist. Es ist der Erforschung und Herstellung neuartiger Materialien mit exotischen Eigenschaften gewidmet, wie man sie für Durchbrüche in der Speicher- und Computertechnologie benötigt.
Innerhalb aller Laborgeräte herrscht ein Ultrahochvakuum, das den Vakuumbedingungen im Weltraum entspricht. Das brauchen wir, damit die Proben frei von Verunreinigungen bleiben, da wir nur unter diesen Bedingungen verschiedene Materialien in dünnen Schichten aufdampfen und anschließend testen können."
Zermatten fährt fort: "Es ist nicht so einfach, bei diesem niedrigen Kontaminationsgrad zu arbeiten, da jedes Material Partikel freisetzt. Dank des Einsatzes großer Pumpen sind unsere Dünnfilme aber nahezu rein und kristallin. Einige der von uns entdeckten Materialien reagieren jedoch so empfindlich auf Sauerstoff oder Verunreinigungen in der Umgebungsluft, dass ihre fast magischen Eigenschaften sofort verschwinden, wenn sie zur Analyse aus dem System entnommen werden. Doch auch dafür haben wir eine maßgeschneiderte Lösung entwickelt."
"In der Wissenschaft muss man sich immer neuen Herausforderungen stellen, da sie sich ständig weiterentwickelt. Es ist wie ein nie endender Escape-Room – sehr herausfordernd, aber trotzdem macht es so viel spaß!"