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Reise in die Stadt, die Wissen schafft

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Fördererreise Jubiläum, Göttingen 2026

Partnerschaft

Die Fördererreise nach Göttingen rund um unser 20-jähriges Jubiläum bot über zweieinhalb Tage hinweg Einblicke in die exzellente Vielfalt von Max-Planck-Forschung.

Das Programm umfasste eine Bandbreite an Forschungsthemen von Astrophysik und Molekularbiologie bis hin zu Klima- und Sozialforschung.

Die Reisen stärken nicht nur die enge Verbindung zwischen Forschenden und privaten Fördernden durch wertvolle Begegnungen. Beim Austausch wird auch immer wieder deutlich, dass diese Partnerschaft wesentlich ist, um wissenschaftliche Exzellenz zu sichern und Freiräume zu schaffen. Davon abgesehen sind unsere Fördererreisen mit viel Spaß und spannenden Erkenntnissen verbunden! Wann kann man schon zwischen neugierigen Alpakas stehen und ihnen Apfelstücke füttern oder echtes Marsgestein berühren?

Stadtfriedhof Göttingen, Führung mit Direktor Ramin Golestanian

Ruhestätte

Ein entspannter Auftakt der Reise war der Spaziergang über den historischen Stadtfriedhof. Ramin Golestanian, Direktor am Max-Planck-Institut (MPI) für Dynamik und Selbstorganisation, teilte im schattigen Grün sein brennendes Interesse für Wissenschaftsgeschichte und berichtete zu Hintergründen aus den Lebensläufen an den Gräbern von Max Planck und anderen Nobelpreisträgern. Neben vielfältigen Einblicken in die Forschungseinrichtungen (zum Programm) standen Begegnungen mit Geförderten im Fokus.

Bei Abberior zum Beispiel, der Ausgründung von Nobelpreisträger Stefan Hell (siehe unten), machte dieser deutlich, wie aus Grundlagenforschung innovative Anwendungen und unternehmerischer Erfolg entstehen können.

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Vielfalt

Am MPI für Sonnensystemforschung berichtete Sami Solanki (im Bild) von drei abenteuerlichen Stratosphärenflügen mit dem ballongetragenen Observatorium Sunrise.

Am MPI für Multidisziplinäre Naturwissenschaften veranschaulichte Leibnizpreisträgerin Melina Schuh ihre aktuellen Erkenntnisse in der Eizellforschung und zu den Herausforderungen am Anfang menschlichen Lebens.

Dirk Görlich stellte dort ein von unseren Fördernden unterstütztes Projekt zu Nanobodies für die Medizin vor und erläuterte, wie Molekularbiologie und Alpakas Antikörper-Baupläne gegen Infektionskrankheiten liefern.

Am gleichen Institut gab Christian Griesinger Einblicke in die kernmagnetische Resonanzspektroskopie zur Diagnose und Therapie neurodegenerativer Krankheiten wie Parkinson.

Weitere Informationen zu diesen Programmpunkten finden Sie unten.

Fördererreise Jubiläum, Göttingen 2026

Für Zukunft

Längst ist klar: Die Unterstützung unabhängiger Grundlagenforschung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Private Fördernde leisten einen zentralen Beitrag, indem sie Talente fördern, Innovation ermöglichen und vorhandene Strukturen stärken. Für unser aller Zukunft.

Klar ist auch: Durch mehr privates Engagement könnte Max-Planck-Forschung weitere zusätzliche Freiräume zukunftsweisend nutzen. Wollen auch Sie Teil der Max-Planck-Familie werden? Wir freuen uns auf Sie: foerdern@maxplanckfoundation.org

Danke!

Ein herzliches Dankeschön an die Gastgeber in Göttingen – und an eine aufgeschlossene Reisegruppe, die selbst bei tropischen Temperaturen mit großer Begeisterung dabei war. Wir sind mit Freude bereit für die nächsten zwanzig Jahre mit Ihnen.

Im Detail

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Stefan Hell (im Bild) gab in der von ihm 2011 gegründeten Firma Abberior – eine Ausgründung seines Max-Planck-Labors – Einblicke in hochauflösende Fluoreszenzmikroskopie und machte deutlich, welch enormes Potenzial diese Technologie für medizinische Anwendungen birgt. Er betonte, dass es mit einem Nobelpreis eben längst nicht zu Ende sei, sondern nobelpreisgekröntes Wissen stetig weiterentwickelt wird und der Gesundheit vieler Menschen dienen könnte.

Forscher sagt Danke: Sami Solanki berichtete eindrucksvoll von den Erfolgen und Rückschlägen der drei Ballonmissionen Sunrise. Da diese seit Jahren von Fördernden der Max-Planck-Förderstiftung unterstützt werden, nutzte der Wissenschaftler die Gelegenheit, sich bei den anwesenden Förderinnen und Förderern stellvertretend für alle zu bedanken. Ohne die Max-Planck-Förderstiftung wäre dieses Forschungsabenteuer zum besseren Verständnis der Sonnenaktivitäten nicht möglich gewesen. Außerdem im Fokus des Besuchs am dortigen Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung: Exoplaneten und die Rolle des Instituts bei der Mission PLATO sowie die neu installierte Meteoritensammlung mit Reinräumen und hochpräzisen Massenspektrometern zu ihrer Erforschung.

Demokratie im Rückzug

Beim Besuch in der Bibliothek des neu ausgerichteten MPI für Politik und Sozialwissenschaft ging es um beschleunigten sozialen Wandel, gesellschaftlichen Stress sowie die Auswirkungen von Extremismus und politischer Gewalt auf Demokratien. Die neu berufenen Direktoren, Ursula Daxecker und Steffen Mau, sind dafür verantwortlich, die neue Ausrichtung des Instituts mit Leben zu füllen. Der Programmpunkt setzte zu den ansonsten naturwissenschaftlichen Einblicken einen Gegenpol und griff Themen auf, die den Gästen in politischen Diskussionen nahezu täglich begegnen.

Am Anfang menschlichen Lebens

Melina Schuh führte in ihre Labore am MPI für Multidisziplinäre Naturwissenschaften. Die weltweit führende Expertin für weibliche Fruchtbarkeit kann sich als Mitgründerin von OvoLabs derzeit über den Max-Planck-Gründungspreis des Stifterverbandes 2026 freuen. Sie möchte mit ihrer Forschung größere Erfolge bei künstlicher Befruchtung erzielen und damit physische und psychische Belastungen für Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch mindern.

Kritischen Fragen stellte sie sich konstruktiv und machte deutlich, dass es bei ihrer Arbeit nicht darum gehe, unerfüllte Kinderwünsche von Frauen weit über den natürlichen Fruchtbarkeitsgrenzen zu erfüllen.

Selbstorganisation komplexer Strukturen

Am MPI für Dynamik und Selbstorganisation drehte sich alles um die Physik lebender Materie – und die Frage, wie sich komplexe Strukturen selbst organisieren. In der Experimentierhalle mit Windkanal konnte unsere Gruppe zudem erfahren, wie Wolken und Atmosphäre untersucht werden, um Wettermodelle zu verbessern.

Begegnung mit tierischen Forschungshelfern

Direktor Dirk Görlich stellte am MPI für Multidisziplinäre Naturwissenschaften seine von unseren Fördernden unterstützte Forschung zu Nanobodies vor. Er erklärte, wie Alpakas zur Entwicklung neuer Antikörper gegen Infektionskrankheiten beitragen. Für manch Reisende war der anschließende Besuch im Alpakagehege ein besonderes Highlight. Von der zuständigen Tierärztin war viel über die artgerechte Haltung zu erfahren und dass sich die Tiere zum Beispiel ungern streicheln lassen. Leckerlis in Form von Apfelstücken hingegen werden gerne aus der Hand geschnappt. Die Wolle der frisch geschorenen Tiere dürfen alljährlich Institutsmitarbeitende verwerten. Nachhaltigkeit in seiner schönsten Form!

Weitere Bilder auf unserer Jubiläumsseite