Podcast: Von wem stammen wir ab?

Zurück in die Vergangenheit

Gene aus alten Knochen sind eine wertvolle Quelle geworden, aus der sich einiges über unsere Urahnen ablesen lässt. Johannes Krause vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig ist Experte für die Entschlüsselung historischer und prähistorischer DNA. Hier in der aktuellen Folge der Podcast-Serie „Ach, Mensch!“ der Max-Planck-Gesellschaft erzählt er, welche Erkenntnisse er daraus über die ersten Europäer gewonnen hat und was er persönlich mit dem Entdecker des Neandertalers gemeinsam hat.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützt(e) am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig die Forschung von Jenny Tung und Svante Pääbo. Eine private Spenderin förderte außerdem die Bonobo-Forschung im Kongo.

Bild: © Thomas Victor

Veranstaltungstipp Berlin: 100 Jahre Wissenschaft im „deutschen Oxford“

„DahlemTour“ 2022

Von der Kernspaltung bis zur modernen Genetik: Viele wissenschaftliche Innovationen kommen aus Berlin-Dahlem. Dort errichtete die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (seit 1948 Max-Planck-Gesellschaft) ab 1912 ihren ersten Forschungscampus, der heute von der Max-Planck-Gesellschaft und der Freien Universität weitergeführt wird. Vom 01.05.-16.10.2022 können Sie nun wieder an den spannenden „DahlemTour“-Stadtführungen teilnehmen! Die Rundgänge starten am Harnack-Haus und folgen den Spuren der Nobelpreisträger, führen zu Meilensteinen der Wissenschaftsgeschichte und erzählen die Geschichten ihrer weiblichen und männlichen Protagonisten.

Alle Termine und detaillierte Informationen zur „DahlemTour“ 2022 finden Sie hier.

Dank privater Förderung durch die Max-Planck-Förderstiftung und die Hermann-Neuhaus-Stiftung erstrahlt auch der Otto-Hahn-Hörsaal im Harnack-Haus seit 2014 wieder in altem, neuem Glanz.

Bild: © Archiv der Max-Planck-Gesellschaft

Neuerscheinung: MaxPlanckForschung 01/2022

Unter Druck

Die vielen Facetten des Drucks stehen im Fokus der neuesten Ausgabe der MaxPlanckForschung. Forschende am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München untersuchen z.B., welche Folgen Stress selbst schon vor der Geburt für den Körper haben kann. Aber es gibt Druck auch im physikalischen Sinn, wo er sich positiv auswirkt und für viele Prozesse unabdingbar ist. So steuert er etwa den permanenten Umbau von Knochen. Wie das geschieht und welche Meisterleistung Organismen dabei vollbringen, ist Thema der Forschenden am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam, die oft selbst über ihre Ergebnisse staunen.

Außerdem erfahren Sie von Daniela Sammler und ihrem Team am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik in Frankfurt am Main, was genau im Kopf beim Musizieren passiert und Ruth Ley und ihr Team am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen zeigen Ihnen, wie im Darm das Leben tobt!

Das komplette Heft mit vielen weiteren spannenden Themen können Sie hier entdecken.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützte die Forschung von Ruth Ley und Projekte an allen oben genannten Max-Planck-Instituten.

Bild: © Jan Hosan

Initiative: Science4People

Bildungsoffensive in Krisenregionen

Bildung und Wissen sind unsere größten Schätze. Sie sind Allgemeingut und die globale Grundlage unserer Zukunft. Doch in von Kriegen und Krisen betroffenen Regionen ist es erschwert, Bildung und Wissen zu vermitteln oder gar Forschung zu betreiben.

Unterstützung in derart schwierigen Situationen möchte die neu ins Leben gerufene, private Initiative Science4People (S4P) leisten. Initiiert wurde das Projekt von Mitgliedern des attoworld-Teams um Ferenc Krausz am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching und der Ludwig-Maximilians-Universität München. Ziel ist es, den Zugang zu Bildung in Krisenregionen zu gewährleisten und gezielt zu fördern.

Erste S4P-Hilfsprojekte laufen in der Ukraine an. Hier werden Schulen von Gemeinden in der West-Ukraine unterstützt, die Flüchtlinge, darunter viele Kinder, aus dem umkämpften Ostteil des Landes aufgenommen haben. Die Aufrechterhaltung des Schulunterrichts für den Nachwuchs wird ebenfalls gefördert.

Hier erfahren Sie mehr zu S4P sowie zu den ersten Hilfsprojekten und auch darüber, wie Sie diese fördern können!

Die Initiative wird von der Max-Planck-Gesellschaft unterstützt. Die Max-Planck-Förderstiftung steht Ferenc Krausz und seinem Team als Plattform für die Spendenabwicklung zur Seite.

Bild: © Hungarian Interchurch Aid

Aus aktuellem Anlass: Zum Krieg in der Ukraine

Aufruf zum Frieden

Die aktuelle Situation in der Ukraine ist allgegenwärtig. Auch die Max-Planck-Gesellschaft und ihre WissenschaftlerInnen beziehen dazu Stellung. Hier finden Sie den „Aufruf zum Frieden“ der NobelpreisträgerInnen, die Stellungnahmen der Allianz der Wissenschaftsorganisationen & des Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft und weitere Artikel. Zur Unterstützung ukrainischer WissenschaftlerInnen hat die MPG auch einen Sonderfonds über zunächst eine Million Euro eingerichtet.

Bild: © Max-Planck-Gesellschaft

Aus dem MPF-Kuratorium: Erhellende Einblicke am Max-Planck-Institut für Biochemie

Alzheimer besser verstehen

Im Rahmen des ersten persönlichen Treffens seit Pandemiebeginn durften engagierte KuratorInnen der Max-Planck-Förderstiftung Ende März 2022 zusammen mit fördernden Gästen exklusiv am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried die spannende Forschung von Ulrich Hartl und Ralph Jungmann aus erster Hand kennenlernen. Die beiden Geförderten berichteten mitreißend über ihre Fortschritte und gewährten Einblick in diesen besonderen Ort der Alzheimerforschung.

Alzheimer ist eine Diagnose, die viele fürchten, denn es gibt noch keine wirkungsvolle Therapie. Bereits vor einigen Jahren unterstützte die Max-Planck-Förderstiftung die Forschungsarbeit von Ulrich Hartl und Ralph Jungmann zu diesem Thema und fördert auch jetzt ein weiterführendes Forschungsprojekt dazu. Mit einem interdisziplinären Ansatz möchte man ein tieferes Verständnis der Mechanismen von neurodegenerativen Krankheiten erlangen, bei denen irreversible Veränderungen der Zellen durch Proteinaggregate entstehen. Die Ergebnisse des Projekts sollen Hinweise auf mögliche Therapieansätze liefern.

Nachdem Einblicke in den Mechanismus der Qualitätskontrolle im Zellkern gewonnen wurden, soll nun geklärt werden, wie die Chaperone, die sogenannten „Anstandsdamen der Zellen“, fehlgefaltete Proteine auswählen, um sie zu „reparieren“. Dafür wird hochauflösende Mikroskopie entscheidend sein. Ausschlaggebend ist jedoch auch, den Prozess im Reagenzglas nachzuspielen. Erfahren Sie hier mehr zu diesem spannenden Forschungsprojekt, welches die Max-Planck-Förderstiftung zusammen mit privaten Förderern unterstützt. Dürfen wir dazu auch mit Ihnen ins Gespräch kommen?

Bild: © linkes Foto (Ulrich Hartl): Susanne Vondenbusch; rechtes Foto (Ralph Jungmann): Bernhard Haselbeck

Auszeichnung: Sieben Consolidator Grants für Max-Planck

Im deutschlandweiten Vergleich liegt die MPG auf Platz zwei

Sie fördern vielversprechende WissenschaftlerInnen, deren Promotion sieben bis zwölf Jahre zurückliegt: die ERC Consolidator Grants. Sieben von ihnen gehen auch in der aktuellen Runde an die Max-Planck-Gesellschaft. Zwei Wissenschaftlerinnen und fünf Wissenschaftler verschiedener Max-Planck-Institute werden mit bis zu zwei Millionen Euro dabei unterstützt, ihre wissenschaftliche Unabhängigkeit auszubauen. Mehr zu den sieben Max-Planck-Grantees können Sie hier nachlesen.     

Die Max-Planck-Förderstiftung und private Förderer unterstütz(t)en diverse Forschungsarbeiten an den Max-Planck-Instituten für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden, für molekulare Biomedizin in Münster, für Psychiatrie in München, für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen und für Struktur und Dynamik der Materie in Hamburg, die alle mit „ERC Consolidator Grants 2021“ ausgezeichnet wurden.

Interview: Matthias Sutter über sein neues Buch „Der menschliche Faktor oder worauf es im Berufsleben ankommt“

50 verhaltensökonomische Erkenntnisse

Matthias Sutter vom Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn hat in seinem neuen Buch die „menschlichen Faktoren“ zusammengetragen, die für den beruflichen Erfolg und Misserfolg verantwortlich sind. Hier im Interview erklärt er, warum das Homeoffice einen Karriereknick verursachen kann, was die Körpergröße mit Geldverdienen zu tun hat, inwiefern manche Branchen vertrauensunwürdige Typen anziehen, warum Boni-Zahlungen immer transparent sein müssen und warum die Frauenquote letztlich doch sinnvoll ist.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützte die Forschung von Matthias Sutter.

Bild: © ECONtribute: Markets & Public Policy

Aus der Max-Planck-Förderstiftung: Wechsel im Vorstand

Simone Schwanitz Nachfolgerin von Rüdiger Willems

Rüdiger Willems, der bislang amtierende Generalsekretär der Max-Planck-Gesellschaft, wird zum 31.05.2022 in den Ruhestand eintreten. Seine Nachfolgerin Simone Schwanitz hat ihr Amt als Generalsekretärin bereits zum 01.02.2022 angetreten und wurde – ebenfalls in Nachfolge von Rüdiger Willems – vom MPF-Stiftungsrat zum neuen Vorstandsmitglied ab 01.03.2022 berufen.

Vielen Dank an Rüdiger Willems für sein großes Engagement in den vergangenen fünf Jahren im MPF-Vorstand und ein herzliches Willkommen an Simone Schwanitz!

Bild: © Stefanie Aumiller / MPG

Projektbericht: Sign2Mint – Zeichen setzen!

Ein ganz besonderes Lexikon

Die Anzahl tauber WissenschaftlerInnen und Studierenden in den sog. MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) steigt in Deutschland stetig. Problematisch ist deren Begleitung durch GebärdensprachdolmetscherInnen – benötigte Weiterbildungen, Medienmaterialien und/oder ein Fachgebärdenlexikon sind zur entsprechenden Qualifizierung nicht vorhanden. Sign2MINT ist ein Projekt, welches am Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle (Saale) unter der Leitung von Ingo Barth entwickelt wird und sich der Entwicklung eines Fachgebärdenlexikons widmet. Dafür werden Fachgebärden aus verschiedenen MINT-Bereichen von Fachkundigen gesammelt, entwickelt und nach erfolgter Abstimmung in das Lexikon aufgenommen. Ziele des Projekts sind die Sammlung von insgesamt 5000 Fachgebärden und eine langfristige Etablierung dieser in verschiedenen Lebensbereichen wie beispielsweise Schule, Universität und Gebärdensprachdolmetschen. Besonders die Barrierefreiheit und der Abbau von Kommunikationsbarrieren zwischen Laut- und Gebärdensprachen stehen bei diesem Projekt im Fokus. So können exzellenten Forschenden die richtigen Arbeitsmittel an die Hand gegeben werden, um exzellente Forschungsergebnisse zu liefern – was eine chancengerechte Diversität in der Wissenschaftslandschaft fördert. Die Partizipation an Bildungsangeboten und der leichtere Karriereaufstieg für taube SchülerInnen, Studierende und WissenschaftlerInnen werden somit ermöglicht.

Die Max-Planck-Förderstiftung hat das Projekt in der Entwicklungsphase finanziell gefördert. Die Scouting-Initiative der MPF unterstützt das Forschungsprojekt nun bei der Umsetzung in Produkte / Dienstleistungen ganz gemäß Max Planck: „Dem Anwenden muss das Erkennen vorausgehen.“ Es geht beispielsweise um die Beschreibung verschiedener Use Cases oder auch die Suche nach einer Folgefinanzierung und der damit einhergehenden Erstellung eines Finanzplans. Damit gestalten sich Karrierewege junger Forscher attraktiver, weil sie nach dem Forschungserfolg auch unternehmerisch tätig werden können.

Das Team rund um den Wissenschaftler Ingo Barth bewirbt sich darüber hinaus für das Max!mize Programm der Max-Planck-Innovation.

Bild: © Sign2MINT