Aus der Max-Planck-Förderstiftung: Einzigartiger Förderer der Max-Planck-Förderstiftung

Erinnerung an Hermann Neuhaus

Am 22. Juni 2021 wäre Hermann Neuhaus, unser größter Förderer, 90 Jahre alt geworden. Durch sein Vermächtnis entstand 2007 die Hermann-Neuhaus-Stiftung, eine Treuhandstiftung der Max-Planck-Förderstiftung, die seitdem jedes Jahr die Förderung von exzellenten Wissenschaftlern und ihren Projekten ermöglicht. Hermann Neuhaus ist Träger der Harnack-Medaille, der höchsten Auszeichnung der Max-Planck-Gesellschaft. Damit befindet er sich im Kreis bedeutender Persönlichkeiten, die sich um die Max-Planck-Gesellschaft verdient gemacht haben – unter ihnen Wissenschaftler, ehemalige Bundespräsidenten und seit diesem Jahr auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dem ostwestfälischen Unternehmer war es ein besonderes Anliegen, durch die Förderung von Grundlagenforschung mit Anwendungspotential, Innovationen für die Zukunft kommender Generationen zu ermöglichen. Dafür wurde ihm zur Ehrung und zum Gedenken der Hermann-Neuhaus-Preis ins Leben gerufen.

Ihm und seiner Familie Respekt und großer Dank für ihr außergewöhnliches Engagement für die Spitzenforschung!

Erinnerungen zu Ehren von Hermann Neuhaus finden Sie hier.

Bild: © Max-Planck-Förderstiftung

Podcast: Ist Musik eine universelle Sprache?

„Ach, Mensch“ über Musikgeschmack

Das erste Konzert, der eine Song aus der Kindheit – beides prägt den Musikgeschmack. Melanie Wald-Fuhrmann, Direktorin der Abteilung Musik am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik in Frankfurt, forscht zu solchen Schlüsselerlebnissen. Die Musikwissenschaftlerin erzählt hier im Podcast der neuen „Ach, Mensch“-Serie der Max-Planck-Gesellschaft, warum es daher nur eine romantische Idee ist, dass eine Musik alle vereint und wo die Tonart Dur nicht mit „fröhlich“ verbunden wird.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützte am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik die Forschungsarbeit von David Poeppel, der seit April 2021 als Direktor an das Ernst Strüngmann Institute (ESI) for Neuroscience in Frankfurt am Main gewechselt ist. Auch das ESI wird von der Max-Planck-Förderstiftung unterstützt.

Bild: © Antje Pohsegger/MPI für empirische Ästhetik

Veranstaltungstipp: Impfstoff für alle! Was lässt sich tun?

Nicht verpassen: „Max-Planck-Forum Berlin“ heute Abend via Livestream aus dem Harnack-Haus Berlin

Die Impfung ist derzeit der Königsweg aus der weltweiten Corona-Pandemie. Doch wie kann mehr Impfstoff möglichst rasch produziert und global verteilt werden? In der aktuellen Debatte trifft die Forderung nach Aussetzung des Patentschutzes für Covid-19-Impfstoffe auf Bedenken, dass dies notwendige Innovation langfristig verhindern könnte. Das „Max-Planck-Forum Berlin“, das Sie am 01.07.2021 von 18:00-19:00 Uhr via Livestream über YouTube verfolgen können, möchte diese Standpunkte zusammenbringen und nachfragen: Wie gelangen wir zu mehr globaler Gerechtigkeit in der Bekämpfung der Pandemie und sichern zugleich den Rahmen für Innovationen in der Arzneimittelforschung? Was bedeutet das in der Praxis?

Hier erhalten Sie weitere Informationen und den Link zu dieser spannenden Veranstaltung!

Auf der Corona-Themenseite der Max-Planck-Gesellschaft finden Sie weitere aktuelle Beiträge aus verschiedenen Forschungsfeldern an Max-Planck-Instituten zur Corona-Pandemie. An vielen dieser beteiligten Max-Planck-Institute unterstützt(e) die Max-Planck-Förderstiftung verschiedene Forscher und ihre Projekte.

Bild: © peterschreiber.media/Adobe Stock

Neuerscheinung: Leben mit Extremen

Die aktuelle MaxPlanckForschung ist da

Unser Planet bietet dem Leben ein komfortables Zuhause. Doch an manchen Orten ist es auf der Erde durchaus ungemütlich: Hitze oder Kälte, heftige Niederschläge oder absolute Trockenheit, starke Winde, Blitzschlag, Vulkanausbrüche oder Erdbeben bedrohen die Existenz vieler Lebewesen. Die einzige Chance ist, sich so gut es geht an diese unwirtlichen Bedingungen anzupassen und mit ihnen zu leben. Wie etwa kommen Pflanzen mit Trockenheit zurecht? Lassen sich Extremwetterereignisse vorhersagen? Und welche Rolle spielen Naturkatastrophen in Kunst und Kultur? Die Beiträge „IM FOKUS“ der neuen Ausgabe der MaxPlanckForschung (u.a. aus der Bibliotheca Hertziana, dem Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte in Rom) geben Antworten.

Außerdem erklärt Ihnen Matthias Sutter vom Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn, unter welchen Bedingungen Menschen erfolgreich kooperieren und beim „BESUCH BEI“ Asifa Akhtar, Direktorin am Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg und Vizepräsidentin der MPG, erfahren Sie mehr über den genetischen Gendergap.

Das komplette Heft mit vielen weiteren Themen können Sie hier kostenlos herunterladen.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützte die Forschung von Matthias Sutter und Projekte an allen oben genannten Max-Planck-Instituten.

Bild: © Max-Planck-Gesellschaft

Aktuelles aus der Max-Planck-Förderstiftung: ICARUS – Einladung zum Virtual Science Talk

Unterwegs im Internet der Tiere

Beim Projekt ICARUS (International Cooperation for Animal Research Using Space) beobachtet das Team um Martin Wikelski vom Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Radolfzell/Konstanz aus dem Weltall tausende verschiedener Tierarten gleichzeitig in jedem Winkel unseres Planeten. Bewegungsmuster werden erstmals sichtbar. Dies ermöglicht bahnbrechende wissenschaftliche Erkenntnisse: Tiere fungieren als „lebende Spürhunde“ für Klimawandel, Pandemien und Naturkatastrophen. Ziel ist der Aufbau eines globalen Netzwerks von intelligenten Sensoren. Mit diesem „Internet der Tiere“ soll eine neue Ära für das Verständnis von Leben auf der Erde entstehen.

Prof. Dr. Martin Wikelski präsentiert am 22. Juni 2021 von 18:00-19:00 Uhr in unserem Virtual Science Talk, was diese weltweit außergewöhnliche Pionierarbeit ausmacht und wie ICARUS in den nächsten Jahren weiterentwickelt werden soll.

Wir laden Sie herzlich zu diesem spannenden Abend ein, an dem Martin Wikelski auch gerne auf Ihre Fragen eingehen wird und freuen uns auf Ihre Anmeldung unter jh@maxplanckfoundation.org! Gerne erhalten Sie dann Ihre Zoom-Zugangsdaten.

Das Forschungsprojekt ICARUS wurde von unserer hochgeschätzten privaten Förderin Irmgard Gross unterstützt, die leider Anfang dieses Jahres kurz vor ihrem 100. Geburtstag verstorben ist. Wir gedenken ihr in großer Dankbarkeit und freuen uns, dass ihr Sohn Joachim Gross ihre Leidenschaft für Forschung, insbesondere im Bereich der Ornithologie, fortführt.

Bild: © Sergio Izquierdo

Projektförderung: Bausteine für Kreativität

Ein Erweiterungsbau für Schloss Ringberg

Kreativität braucht Zeit und Raum – und den Austausch mit anderen „klugen Köpfen“. Dies ermöglicht Schloss Ringberg als einzigartige Max-Planck-Tagungsstätte am Tegernsee. Jährlich kommen über 3.000 Forschende aus aller Welt – von Postdocs bis hin zu Nobelpreisträgern – zu den verschiedenen „Gipfeltreffen“ der Wissenschaft.
Dort entstehen neue Ideen, innovative Ansätze für die Zukunftsfragen der Gesellschaft werden entwickelt. Das überaus gefragte Begegnungszentrum überschreitet schon lange seine Kapazitätsgrenzen. Eine bauliche Erweiterung ist unabdingbar, um auch in Zukunft die internationale Wissensgemeinschaft willkommen heißen zu können. Denn gerade bei zunehmender Digitalisierung sind echte Begegnungen wichtiger denn je.

Danke an alle Förderer der MPF, die den dringend notwendigen (barrierefreien) Ausbau des denkmalgeschützten Schlosses unterstützen! 1 Mio. € der insgesamt rund 1,5 Mio. € hohen Bausumme wurden bereits zugesagt. Die veranstaltungsarme Pandemie-Zeit kann so für die Bauarbeiten genutzt werden. Die festliche Einweihung erfolgt voraussichtlich im Frühjahr 2022.

Wollen auch Sie sich für das denkmalgeschützte Schloss engagieren? Damit dieser „Denk-Ort“ für die internationale Spitzenwissenschaft auch künftig eine lebendige „Nobelherberge“ am Tegernsee bleibt? Sprechen Sie uns gerne an – Sie sind in bester Gesellschaft!

Bild: © Denise Vernillo/Max-Planck-Gesellschaft

Aktuelle Förderprojekte: Sign2MINT – Zeichen setzen!

Gebärdenlexikon geht online

Die Anzahl gehörloser WissenschaftlerInnen und Studierender in den sog. MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) steigt in Deutschland stetig. Ihnen stehen jedoch selten qualifizierte GebärdensprachdolmetscherInnen zur Seite, da es für die ÜbersetzerInnen keine ausreichenden Weiterbildungen, kein Fachgebärdenlexikon und keine Medienmaterialien zu diesen Themen gibt.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützt daher aus privaten Mitteln die Entwicklung des Fachgebärdenlexikons „Sign2MINT“ am Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle unter der Leitung von Ingo Barth, der selbst gehörlos ist. Ab sofort sind nun über 1135 Fachgebärden als Kurzvideos über Smartphone, Tablet und PC abrufbar.

Hier gelangen Sie zur Datenbank und erfahren mehr zu diesem einzigartigen Projekt!

Bild: © MPI für Mikrostrukturphysik/Jung-Woo Kim

Aktuelles aus der Coronaforschung: Gesichtsmasken schützen effektiv vor Covid-19

„Maske nicht vergessen!“

Auch wenn die meisten Menschen sich dessen inzwischen wie selbstverständlich vergewissern, gibt es selbst unter Fachleuten unterschiedliche Auffassungen über die Wirksamkeit von Gesichtsmasken. Ein internationales Team um Forschende des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz zeigt nun anhand von Beobachtungsdaten und Modellrechnungen, unter welchen Bedingungen und wie Masken dazu beitragen, das individuelle Ansteckungsrisiko für Covid-19 zu reduzieren und die Corona-Pandemie einzudämmen. Demnach hilft in den meisten alltäglichen Situationen sogar eine einfache OP-Maske effektiv, das Risiko zu verringern. In Umgebungen mit hoher Viruskonzentration in der Luft, insbesondere im medizinischen Umfeld und in dicht besetzten Innenräumen, sollten jedoch Masken mit höherer Wirksamkeit (N95/FFP2) genutzt und mit weiteren Schutzmaßnahmen wie intensiver Lüftung kombiniert werden. Lesen Sie hier mehr zu dieser Studie, deren Erkenntnisse und Ergebnisse für Ulrich Pöschl, Direktor und Leiter der Abteilung Multiphasenchemie am Mainzer Max-Planck-Institut für Chemie, einen wissenschaftlichen Durchbruch darstellen!

Zur effektiven Bewältigung der Pandemie wurden am oben genannten Max-Planck-Institut bereits der Covid-Risiko-Kalkulator und eine Abluftanlage für Klassenzimmer entwickelt, um das Ansteckungsrisiko zu verringern.

Weitere Beiträge aus verschiedenen Forschungsfeldern an Max-Planck-Instituten zur Corona-Pandemie finden Sie auf dieser Themenseite der Max-Planck-Gesellschaft. An vielen dieser beteiligten Max-Planck-Institute unterstützt(e) die Max-Planck-Förderstiftung verschiedene Forscher und ihre Projekte.

Bild: © Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAMS

Buchtipp: „IMPFEN“

Grundlagen, Wirkung, Risiken

Krankheitserreger sind unberechenbare Gegner. Die größte Hoffnung, sie einzuhegen, ruht auf Impfungen. Von der Veröffentlichung des Erbguts des neuen Corona-Virus bis zur Bereitstellung einsatzbereiter Impfstoffe hat es kaum ein Jahr gebraucht – schon jetzt eine der größten Erfolgsgeschichten der Medizin. Der international renommierte Immunologe und Gründungsdirektor des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie in Berlin Stefan H. E. Kaufmann, selbst Entwickler eines Impfstoffs gegen Tuberkulose, schlägt in seinem aktuellen Buch „IMPFEN – Grundlagen, Wirkung, Risiken“ den Bogen von der Geburtsstunde der Impfung vor mehr als 200 Jahren über die Ausrottung der Pocken bis zu neuesten Ansätzen für Impfstoffe gegen Krebs und setzt sich auch mit Impfrisiken und Impfgegnern auseinander.

Eine Leseprobe und das komplette Buch, erschienen im Verlag C.H.Beck, sind ab sofort hier erhältlich.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützte am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin die Forschung der Nobelpreisträgerin Emmanuelle Charpentier, mittlerweile Direktorin der Max-Planck-Forschungsstelle für die Wissenschaft der Pathogene.

Bild: © Verlag C.H.Beck

Aktuelles aus der Max-Planck-Förderstiftung: Unterstützung von Gründungsprojekten

Digitale Psychiatrie zur besseren Behandlung von Depression per Smartwatch-App

Die Max-Planck-Gesellschaft ist weltweit bekannt für Spitzenforschung. Zunehmend entscheiden sich deren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über Patente und Publikationen hinaus, ihre Forschung auch über eine Ausgründung der Allgemeinheit zugänglich zu machen.

Seit November 2020 bekommen sie auf diesem Weg Hilfe von den MPF Startup-Scouts. Sie nehmen mit den Max-Planck-Instituten Kontakt auf, klären, ob sich ein Projekt für eine Ausgründung eignet, und unterstützen bei vielen praktischen und strategischen Themen bis hin zur Ausgründung. Und auch bei den ersten Schritten außerhalb der Max-Planck-Gesellschaft bleiben sie Ansprechpartner.

Eines der ersten Projekte, das von den MPF Startup-Scouts unterstützt wird, ist „SMART“. Die beiden leitenden Wissenschaftler Victor Spoormaker und Markus Friedrichs vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München arbeiten am ersten Medizinprodukt, das in der Depression objektive physiologische Daten erhebt und dadurch die zahlreichen betroffenen Menschen besser unterstützt. Erfahren Sie hier im Interview mehr über ihre Forschung zur digitalen Psychiatrie zur besseren Behandlung von Depressionen (z.B. per Smartwatch-App) und wie eine Startup-Gründung dabei unterstützen kann.

Wenn Sie mehr über die Startup-Scouts der Max-Planck-Förderstiftung erfahren möchten oder selbst Unterstützung bei möglichen Ausgründungsprojekten suchen, wenden Sie sich gerne direkt an scouts@maxplanckfoundation.org.

Die Max-Planck-Förderstiftung engagiert sich schon lange im Bereich „Startup-Unterstützung“: Das Lead Discovery Center in Dortmund z.B. wird seit seiner Gründung 2008 von privaten MPF-Förderern unterstützt und gilt mittlerweile als Vorzeigemodell.

Bild: © Victor Spoormaker, Markus Friedrich/Max-Planck-Institut für Psychiatrie