Preisverleihung: Axel Ullrich erhält Lasker Award 2019

Höchste biomedizinischen Auszeichnung der USA für die Erfindung von Herceptin

Herceptin ist der erste monoklonale Antikörper, der ein krebserzeugendes Protein blockiert. Für die Erfindung von Herceptin und die Entwicklung einer lebensrettenden Therapie für Frauen mit Brustkrebs wurden nun Ende September drei Forscher mit dem Lasker~DeBakey Clinical Medical Research Award ausgezeichnet. Unter ihnen Axel Ullrich, Emeritus-Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried. Der Preis ist die höchste biomedizinische wissenschaftliche Auszeichnung der USA und ist mit 250.000 US-Dollar dotiert.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützte die Forschung zu neuen Krebstherapien von Axel Ullrich am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried.

Neben seiner Forschung begleitete Axel Ullrich auch die Gründungsphase des Lead Discovery Centers, das von Anfang an auch von privaten Förderern der Max-Planck-Förderstiftung unterstützt wird. Wie bereits im August-Newsletter berichtet, wird das LDC seit Mitte September durch einen Technologietransfer-Fonds finanziert, an dem sich die MPF ebenfalls beteiligt. Lesen Sie hier die Pressemeldung zum erfolgreichen Start von Khan-I.

Bild: © MPI für Biochemie / A. Griesch

Preisverleihung: Axel Ullrich erhält Lasker Award 2019

Ehrung: Max-Planck-Forscher erhalten Breakthrough-Preis 2020

Weltweit höchst dotierter Wissenschaftspreis für Franz-Ulrich Hartl

Franz-Ulrich Hartl, Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried, erhält zusammen mit einem Kollegen aus den USA den Breakthrough Preis in Life Sciences 2020. Die beiden Forscher werden für die Entdeckung der molekularen Proteinfaltungshelfer geehrt. Darüber hinaus erhält die Event Horizon Kollaboration den Breakthrough-Preis für Fundamentalphysik für das erste Bild eines schwarzen Lochs in der Galaxie Messier 87. Das Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie und das Institut für Radioastronomie im Millimeterbereich (IRAM) haben dabei eine herausragende Rolle gespielt. Der Preis wird am 3. November im Silicon Valley, USA, überreicht und ist mit drei Millionen US-Dollar der höchst dotierte Wissenschaftspreis der Welt.

Die Max-Planck-Förderstiftung ermöglichte es Franz-Ulrich Hartl und Ralf Jungmann am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried, eine neue Superauflösungstechnik zur Erforschung neurodegenerativer Krankheiten (wie z.B. Alzheimer) weiterzuentwickeln.

Bild: © MPI f. Biochemie/ A. Bracher

Ehrung: Max-Planck-Forscher erhalten Breakthrough-Preis 2020

Aus der Max-Planck-Forschung: Biomarker verraten Gesundheit im Alter

Ist die Anfälligkeit älterer Menschen für Krankheiten anhand bestimmter Substanzen im Blut zu erkennen?

Alternsforscher des Max-Planck-Instituts für Biologie des Alterns in Köln und des Leiden University Medical Center wollen grundlegende Erkenntnisse aus der Forschung an Tiermodellen auf die Ursachen des Alterns im Menschen übertragen. Sie haben nun eine Kombination von Biomarkern im Blut entdeckt, die bei klinischen Studien helfen könnte, die Anfälligkeit älterer Menschen für Krankheiten abzuschätzen. Die Marker könnten möglicherweise auch für Studien an Tieren verwendet werden.

Am Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns in Köln wurde eine Paul Gerson Unna Forschungsgruppe unter der Leitung von Sara Wickström von privaten Förderern der Max-Planck-Förderstiftung finanziert.

Bild: © MPI für Biologie des Alterns

Aus der Max-Planck-Forschung: Biomarker verraten Gesundheit im Alter

Neuerscheinung: MaxPlanckForschung 03/2019

Fokus Freiheit

Im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe der MaxPlanckForschung steht das Thema Freiheit:

Seit 70 Jahren garantiert das Grundgesetz die Unabhängigkeit der Richter. Diese sind in ihren Entscheidungen „nur dem Gesetze unterworfen“. Doch gibt es nicht auch andere Einflüsse? Die Rechtswissenschaftler Konrad Duden vom Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg und Jasper Kunstreich vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main sind der Frage nachgegangen und haben erstaunliche Antworten gefunden.

Mehr dazu, sowie viele weitere Themen zum Thema Freiheit und das komplette Heft zum Download finden Sie hier.

Ein privater Förderer der Max-Planck-Förderstiftung unterstützt am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg die Forschung von Holger Fleischer zum Recht von Familiengesellschaften.

Bild: © Alessandro Gottardo

Neuerscheinung: MaxPlanckForschung 03/2019

Veranstaltungstipp Frankfurt am Main: Gastkommentar der MPG im Städel Museum Frankfurt am Main

Hirnforschung trifft Kunst

In der Reihe „Gastkommentar“ eröffnen Experten der Max-Planck-Gesellschaft den Besuchern individuelle Sichtweisen auf die Werke des Städel Museums. Die Kooperation zwischen dem Städel Museum und der Max-Planck-Gesellschaft findet seit 2018 regelmäßig, immer Sonntagmittag, statt. Nun findet in diesem Rahmen am 13.10.2019 um 12:00 Uhr eine weitere Veranstaltung mit Moritz Helmstaedter statt, Direktor am Max-Planck-Institut fĂĽr Hirnforschung in Frankfurt am Main. Inspiriert von Werken der Städel Sammlung, wird er von Erfahrungen aus seiner wissenschaftlichen Praxis berichten und den Besuchern einen neuen Blick auf die Kunst ermöglichen.

Weitere Informationen, auch zur Anmeldung, finden Sie hier.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützt mithilfe einer privaten Spende Studien zum besseren Verständnis von Parkinson am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main.

Bild: © MPG

Veranstaltungstipp Frankfurt am Main: Gastkommentar der MPG im Städel Museum Frankfurt am Main

Projektbericht: Sign2MINT – Zeichen setzen!

Einzigartige Entwicklung für Gehörlose

Die Anzahl gehörloser Wissenschaftler und Studierenden in den sog. MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) steigt in Deutschland stetig. Ihnen stehen jedoch selten qualifizierte Gebärdensprachdolmetscher zur Seite, da es für die Übersetzer keine ausreichenden Weiterbildungen, kein Fachgebärdenlexikon und keine Medienmaterialien zu diesen Themen gibt.

Die Max-Planck-Förderstiftung unterstützt daher das Projekt „Sign2MINT“, damit für die naturwissenschaftlichen Fächer erstmals ein deutsches Fachgebärdenlexikon entwickelt wird. Dieses frei verfügbare Hilfsmittel baut kommunikative Hürden ab und erleichtert gehörlosen Menschen den Zugang zu naturwissenschaftlichen Fächern. Sie erhalten mit dem MINT-Fachgebärdenlexikon bessere Chancen, als Forschende ihre wissenschaftlichen Ideen umzusetzen. Es erleichtert die Laborarbeit und Betroffene können somit besser eine eigene wissenschaftliche Karriere verfolgen, da Forschungsergebnisse einfacher kommuniziert werden können.

Die Idee zu dem Projekt hatte Ingo Barth: Er ist Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle/Saale und selbst gehörlos.

Bild: © MPI für Mikrostrukturphysik/Jung-Woo Kim

Projektbericht: Sign2MINT – Zeichen setzen!

Auszeichnung: Max-Planck-Azubipreis fĂĽr TĂĽbinger Feinwerkmechaniker

Ehrung fĂĽr erstklassige Leistung

Den Max-Planck-Azubipreis für hervorragende Leistungen in der Ausbildung erhält Milad Isaac am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen. Seit dem 01.09.2016 bildete ihn das Institut im Bereich Feinwerkmechanik aus. Hohes handwerkliches Geschick, schnelle Auffassungsgabe und rasches Erlernen der deutschen Sprache führten zum exzellenten Abschluss seiner Ausbildungszeit.

Isaac (im Bild in der Mitte) kam zur Max-Planck-Gesellschaft über das Programm People for People, das von einem privaten Förderer der Max-Planck-Förderstiftung finanziert wurde. Die Initiative leistet einen Beitrag für Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten.

Die Urkunde übergab Peter Dayan (im Bild links), geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen, dessen Forschungsarbeit ebenfalls von der Max-Planck-Förderstiftung unterstützt wird.

Bild: © Martin Breidt/MPI für biologische Kybernetik

Auszeichnung: Max-Planck-Azubipreis fĂĽr TĂĽbinger Feinwerkmechaniker

Aus der Max-Planck-Forschung: Was ist wichtig?

Systematische Studie zur Aufklärung scheinbar widersprüchlicher Forschungsergebnisse

Bei der Untersuchung grundlegender Mechanismen der Genregulation und menschlicher Erbkrankheiten gingen Forschende bisher davon aus, dass die dreidimensionale Struktur der DNA fĂĽr die Regulation von Genen essentiell ist. Ein Team um Daniel Ibrahim und Stefan Mundlos am Max-Planck-Institut fĂĽr molekulare Genetik in Berlin hat diesen Einfluss jetzt gezielt untersucht und Bindungsstellen fĂĽr CTCF (einen der Hauptakteure fĂĽr die 3D-Faltung) entfernt bzw. verlagert.

In der aktuellen Ausgabe von Nature Genetics beschreiben die Forscher, dass die räumliche Anordnung von Genen und ihren Regulatoren und die spezifische Wechselwirkung zwischen Regulatoren und Genen zwei voneinander unabhängige Ebenen der Genregulation darstellen. Diese stabilisieren sich gegenseitig, sind aber nicht voneinander abhängig.

Ein privater Förderer der Max-Planck-Förderstiftung unterstützte ein Projekt zur Erforschung genetischer Ursachen seltener Kinderkrankheiten von Stefan Mundlos am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin.

Bild: © D. Ibrahim/MPI für molekulare Genetik

Aus der Max-Planck-Forschung: Was ist wichtig?

Aus der Max-Planck-Forschung: Chimp&See ist zurĂĽck!

Die afrikanische Tierwelt hautnah miterleben

Haben Sie sich jemals gefragt, was ein Elefant so treibt, wie ein Pavian sich anhört oder wie es um das Sozialleben von Schimpansen steht? Dann sind Sie damit nicht allein: Tausende von Menschen haben sich bereits der Community von Chimp&See angeschlossen, einem Citizen Science-Projekt von Zooniverse. Ăśber diese Plattform können Interessierte sich anmelden und im Rahmen des „Pan African Programme: The Cultured Chimpanzee (PanAf)“ des Max-Planck-Instituts fĂĽr evolutionäre Anthropologie in Leipzig kurze, von Kamerafallen in Afrika aufgezeichnete Videoclips anschauen, einordnen und diskutieren.

Lesen Sie hier mehr dazu!

Ein Projekt zur Bonobo-Forschung wurde von einem privaten Förderer am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig unterstützt.

Außerdem unterstützt die Max-Planck-Förderstiftung am dortigen Institut die Forschungsarbeit von Svante Pääbo.

Bild: © Chimp&See

Veranstaltungstipp Berlin: Crispr-Cas9 und die Zukunft der Ernährung. Pflanzenzüchtung in Zeiten des Klimawandels

Veranstaltung im Rahmen der Eröffnung des Futuriums in Berlin

Ab 05.09.2019 inszeniert das neue Zukunftsmuseum in Berlin Zukunftsentwürfe und lädt alle ein, dabei mitzuwirken. Die Max-Planck-Gesellschaft trägt die neue Einrichtung als Gesellschafterin mit.

Im Rahmen des „Festes der Zukünfte“ hält Bernd Müller-Röber vom Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam am 08.09.2019 um 14:00 Uhr einen Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema: „Crispr-Cas9 und die Zukunft der Ernährung. Pflanzenzüchtung in Zeiten des Klimawandels“. Der Eintritt ist frei – es ist keine Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen und das komplette Eröffnungsprogramm des Futuriums finden Sie hier.

Entwicklerin der CRISPR-Cas9-Methode, bekannt als „Gen-Schere“, ist Emmanuelle Charpentier, Direktorin am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin, deren Forschungsarbeit von der Max-Planck-Förderstiftung unterstützt wird.

Bild: © MPG